Medizinrad

Beschreibung des Medizinrades

 

Die Lehre des Medizinrades ist ein spiritueller Weg der Ureinwohner Nordamerikas und es soll uns ein ganzheitliches Verständnis zur Mutter Erde ermöglichen. Bevor die ersten Europäer Amerika erreichten, sprach man bei den Ureinwohnern von 20.000 Medizinrädern, die über das ganze Land verteilt waren. Aufzeichnungen zur Folge gibt es Medizinräder die 45.000 bis 5000 Jahre alt sind und teilweise bis zur Steinzeit zurückreichen. Das Legesystem das ich verwende ist vom heiligen Mann der Chippewa/Ojibwa „Sun Bear“, doch es wurde auch schon von den Maya und Inkas benützt.

 

Auch in der europäischen Geschichte bei den Kelten und Germanen hat es immer schon Medizinräder gegeben, in Irland, England, aber auch in Österreich kann man immer noch Medizinräder, Steinkreise oder so genannte kreisförmige Megalithenstätte finden. In meiner Heimat dem Mühlviertel, findet man in der Gemeinde Waldburg einen solchen Steinkreis.

 

Das Medizinrad besteht aus 36 Steinen und ist ein Ort der Kraft. Diese Steine haben alle ihren ganz bestimmten Platz und ihre eigene Qualität. Der erste Stein liegt in der Mitte innen und symbolisiert die Schöpfung. Der nächste Schritt ist der innere Kreis mit Mutter Erde, Vater Sonne und Großmutter Mondin und den 4 Elementen. Den äußeren Kreis bilden die 4 Himmelsrichtungen und die 12 Geburtstotems (bei uns Sternzeichen genannt). Die Speichen des Rades, auch Seelenpfade genannt, die über die 4 Richtungen gelegt werden, verbinden nun den inneren mit dem äußeren Kreis. Nach dem eigentlichen Ritual dem Legen, wird das Medizinrad mit Maismehl versiegelt, wobei dadurch der eigentliche heilige Raum entsteht. Durch eine Reise im Medizinrad hat man die Möglichkeit Antworten auf Fragen zu erhalten, oder sich einfach dem Wesen der Steine hinzugeben.

 

Die Vision von Sun Bear

 

"Vor mir erhob sich der Gipfel einer Anhöhe, auf dem kein einziger Baum wuchs. Eine sanfte Brise strich über ihn hinweg und lies das Präriegras leise erzittern. Dann erblickte ich einen Steinkreis, der mich an die Speichen eines Rades erinnerte. Dieser umschloß einen zweiten Kreis, der an das Zentrum des Rades angrenzte. Ich spürte instinktiv, daß dies der heilige Kreis, das heilige Rad meines Volkes war. In der Mitte des Radzentrums befand sich der Schädel eines Büffels, und tierähnliche Wesen stiegen aus allen vier Himmelsrichtungen aus Schluchten empor. Und während sie sich mir näherten, erkannte ich plötzlich, daß es sich um Menschen handelte, die als Tiere verkleidet waren. Sie bewegten sich auf den Kreis zu, und jede Gruppe trat mit dem Lauf der Sonne in ihn hinein und schloß sich zu einem vollständigen Kreis zusammen, bevor sie sich auf ihre Plätzen niederließen.

Als Ersters begaben sich die Menschen in die Position des Nordens; des Winters, der Zeit von Rast und Ruhe für uns und Mutter Erde. Es ist der Platz, der die Zeitphase repräsentiert, in der weiße Haare wie Schnee auf unseren Häuptern wachsen und in der wir uns darauf vorbereiten, sowohl die Welten wie die äußerlichen Erscheinungsformen zu verändern. Dann folgten jene, die sch im Osten niederließen. Die ist der Platz des Erwachens, die Stätte der Geburt und Frühling, der Ort, der Geburt und Anfang der menschlichen Rasse symbolisiert. Ihnen folgten jene, die den Süden repräsentieren; Zeit des Sommers, Jahre der Fruchtbarkeit und schnellen Wachstums. Und schließlich die Menschen, die sich in den Westen begaben; die Zeit des Herbstes, wenn wir die Ernte einbringen und das Wissen erlangt haben, das notwendig ist, um zu unserer inneren Mitte zu gelangen. Der Westen ist die Heimat des Westwindes, Vater aller Winde.

Alle Anwesenden trugen das Lied ihrer Jahreszeit, ihrer Mineralien, ihrer Pflanzen- und Tier Totems und Gesänge zur Heilung der Mutter Erde vor. Einer von ihnen trat aus dem Kreis hervor und sprach: "Laßt die Medizin des heiligen Kreises sich behaupten. Laßt die Menschen aus allen Winkeln der Erde sich im Kreis zusammenfinden und für die Heilung der Mutter Erde beten. Laßt die Heiligen Kreise des Medizinrades zurückkehren."

(t Sun Bear  1990)

 

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Großer Geist,

bewahre mich davor,

über einen Menschen zu urteilen,

ehe ich nicht eine Meile,

in seinen Mokassins gegangen bin.

(Apachenkrieger)

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