Schamanismus

Was ist ein Schamane?

 

Schamanismus ist die älteste Heilkunde, bzw. das älteste Heilsystem dieser Erde. Schamanen gibt es bei allen Naturvölkern; auch heute noch, oder gerade heute wieder. Man findet sie auf allen Kontinenten dieser Erde, auch wieder in Europa. Schamanismus ist der größte Erfahrungsschatz vieler verschiedener Generationen, die ihr Wissen zum Wohle der Menschheit einsetzen.

 

Ein Schamane ist ein Mensch, in vielerlei „Berufen“, wie ein Arzt, Priester, Psychologe, Wahrsager, Mystiker usw... Besonders in unseren Breiten wurden Schamanen früher als geisteskrank bezeichnet und sie wurden lange Zeit verfolgt. Doch jetzt scheint sich die alte Heilkunst wieder durchzusetzen, man kann auch sagen, sie ist wiedergeboren. Doch leider wird unter dem Namen „Schamanismus“ viel Scharlatanerie betrieben, deshalb sollte man sich vor Möchtegern Schamanen in Acht nehmen, besonders vor denen, die glauben wenn sie in 3 Wochenend Seminaren zum Schamanen gekürt werden.

 

Ein traditioneller Schamane braucht viele Jahre bis er sein Handwerk erlernt und geht durch viele Prüfungen und Initiationsrituale. Ein Schamane ist ein Mensch, egal ob Mann oder Frau; der sein Bewusstsein verändern kann um außerhalb von Zeit und Raum in die nichtalltägliche Wirklichkeit zu reisen, die man sich parallel zur Unsrigen vorstellen kann. Schamanen haben natürlich in diesen "Anderswelten" Verbündete, die sie bei der Reise begleiten oder unterstützen (z.B: das Krafttier) Schamanen benutzen meist Perkussionsinstrumente, um sich in diese andere Welt zu begeben, aber es gibt auch Kulturen, wo sich die Schamanen z. B: in Trance tanzen.

 

Verhaltensforscher fanden heraus, dass der monotone Trommelklang, die so genannten "Beta"– Wellen (die unser Gehirn im normal wachen Zustand produziert) in "Theta"– Wellen (wie in tiefer Meditation) ändert. Durch dieses Trommeln kann der Schamane den Körper verlassen und sich in eine Parallelwelt begeben.

 

Das Wort „Schamanismus“ kommt aus dem Tungusischen und bedeutet „Heiler“ oder „Der in der Dunkelheit sieht“. Die Tungusen leben in Sibirien oder der Mongolei.

 

Viele Menschen glauben noch heute, dass Schamanismus eine Religion ist, doch dem ist nicht so. Es bedeutet auch nicht nur einer Berufung zu folgen, sondern in absolutem Einklang mit Mutter Erde zu leben. Das magische Weltbild eines Schamanen besagt, das alles um uns herum belebt ist, also eine Seele hat, egal ob Steine, Pflanzen oder Tiere. Der Schamane hat Hilfsgeister, die Pflanzen- oder Tiergeister sein können und vorn diesen lernt er, alles was er wissen muss.

 

Der Schamane nutzt das Wissen um die Heilkräfte der Natur und den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft. Schamanen erkennen, wenn ein Mensch krank ist, dass eine Disharmonie zwischen Körper, Geist und Seele besteht und der Schamane versucht mit seinem Wissen und seinen Spirits, diese Disharmonie wieder in Harmonie zu verwandeln. 

 

Schamanen sind keinesfalls „kulturfremd“, nein man kannte sie auch hier bei uns in Europa.  Es gab sie bei den Kelten, nur hat man sie dort „Druiden“ genannt und bei den germanischen Völkern haben sie ebenfalls Schamanen geheißen. In Nordamerika nennt man sie "Heilige Männer" ,bei den Lakota etwa: "Wicasa Wakan" oder die so genannten Medizinmänner, obwohl sie das nicht so gerne hören.  Sie hatten die gleiche Funktion wie die Schamanen anderer Kulturen.

 

Auch in unserer Kultur fühlen sich wieder immer mehr Menschen dazu berufen, den schamanischen Weg zu gehen. Sie haben sich meistens von der christlichen Glaubenslehre losgesagt um sich Naturgöttern zu widmen. Sie versuchen sich in der Kräutermedizin oder vielen anderen Bereichen und haben den Weg zur Natur wieder gefunden.

Was ist das Leben?

Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht.

Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter.  

Es ist wie der kurze Schatten,

der über das Gras huscht und

sich im Sonnenuntergang verliert.

 

 (Crowfoot-Blackfoot)

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