Birkensaft Gewinnung

March 26, 2016

Heute war es soweit. Nachdem ich gestern mit meiner Freundin unterwegs war und gesehen habe, wie unsere Birken in ihrem schönsten Saft stehen, musste ich heute handeln. Der Mond ist im zunehmen und das begünstigt damit natürlich auch den Fluss des Saftes.

 

Von Alters her gilt die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisiert. Selbst heute noch werden in vielen Gegenden am ersten Mai zu Beltane Maibäume aufgestellt, die aus der Birke sind.

 

Es ist heuer mein erster Versuch Birkensaft zu gewinnen. Ich bin in den Baumarkt gefahren und hab mir einen kleinen Holzbohrer gekauft und einen dünnen Schlauch, wenn ihr ganz ökologisch denkt, könnt ihr einen ausgehöhlten Holunderzweig als Rohr nehmen oder ihr findet ein Glasrohr (das ich leider nicht gefunden hab).

 

Besonders wirksam ist er auch, der Birkensaft.
Er wird etwa zwischen März und Anfang Mai gewonnen. Dazu braucht man eine Birke, die einen Meter über dem Boden mindestens einen Durchmesser von 20 cm hat. Jüngere Birken kommen für die Saftgewinnung nicht in Frage.
Wichtig! Die benutzte Birke sollte einem selbst gehören oder man braucht die Genehmigung, um ihren Saft abzuzapfen. Sonst könnte man Ärger mit dem Wald,- oder Grundbesitzer bekommen, also bitte Vorsicht.

 

So gehts:

Für die Gewinnung des Birkensaftes bohrt man den Stamm etwa 25 cm über dem Boden zwei bis drei Zentimeter tief an. Der Durchmesser sollte etwa einen halben Zentimeter nicht überschreiten.
In dieses Loch schiebt man ein Röhrchen, beispielsweise aus Glas.
Unter das Ende der Röhre stellt man ein Gefäss, vorzugsweise aus Glas und keinesfalls aus Metall.
Von einem Baum darf man maximal drei Liter raustropfen lassen; mehr würde dem Baum schaden.

Wenn diese Menge ausgeflossen ist, muss man das Loch mit Baumwachs verschliessen, oder auch mit einem Erdklumpen (so mach ich es auf jeden Fall).
Dem Baum muss man anschliessend zwei Jahre Ruhe geben, bis man ihn wieder anzapft.

 

Anwendung:
Von diesem Saft trinkt man täglich zwei bis drei Schnapsgläser, solange der Saft reicht.

Bei Hautproblemen kann man den Birkensaft auch äusserlich anwenden. Zur Förderung des Haarwuchses kann man die Kopfhaut damit einreiben und einmassieren. Der Saft der Birke wurde in der Volksmedizin früher auch als Heilmittel gegen Rheuma und Gicht verwendet.

Damit dieser nicht gärt, muss man ihn im Kühlschrank aufbewahren. Oder man friert ihn in kleinen Portionen ein.

Alternativ kann man den Birkensaft auch mit Alkohol haltbar machen. Dazu nimmt man ein Drittel bis zur Hälfte Alkohol, je nach Prozentgehalt und mischt ihn mit dem Birkensaft.

 

Gesundheit!

 

Meine Empfehlung:

 

 

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