Beltane - Walpurgisnacht

April 30, 2016

Verschmelzung

In der Nacht vom 30. April auf 1. Mai wird das Fest Beltane oder auch früher Walpurgisnacht genannt, gefeiert. Höchstwahrscheinlich wurde es damals zum Mai  Vollmond begangen.  Beltane ist das Fest der Fruchtbarkeit und Verschmelzung von Mann und Frau. Ein Fest der Sinnlichkeit und Erotik - dazu später noch mehr. Die Kelten feierten dieses Fest, weil sie damit demonstrierten entgültig den Winter besiegt zu haben und der Sommer die Oberhand gewinnt. Also der keltische Sommerbeginn.

 

Das Fest trägt auch den irischen Namen Cétsamuin -  das heißt; der erste Sommerliche. Bealtaine ist der Name des Monats Mai im heutigen Irland. Zu früheren Zeiten zündete man auch auf den Feldern große Feuer an. Männer und Frauen maskierten sich und liebten sich auf den Feldern - jede(r) hatte freie Wahl. Die Kinder die in dieser Nacht entstanden, galten als sehr heilig und wurden als die kommende Generation von Druiden gesehen. Es war die sogenannte FREINACHT und hatte einen Hintergrund. Die Fruchtbarkeit der Pflanzen soll durch das Lieben erhöht werden - eigentlich ein sehr schöner Gedanke.

Beltane war das Fest der großen Vermählung und der Brautwerbung. Walpurgis ist das Fest der Lebensfreude, Liebe und Lust. Zu den wichtigsten Bräuchen, die sich bis heute erhalten haben, gehört die Aufstellung des Maibaumes - er war ein Phallussymbol, der mit besonderen Dingen geschmückt war. Birken, Weiden, Kräuter, Eier oder auch Würste hingen am Baum.

 

Der Phallus war Symbol für die schöpferische lebensweckende Kraft des Himmels, die ja vor allem gerade für das damalige bäuerliche Leben von ungeheurer Wichtigkeit war. Ohne diese Kraft gibt es kein Leben und keine überlebenswichtige Fruchtbarkeit.

 

Und mit dem Tanz und dem Verweben und Verknüpfen der Bänder (Bändertanz um den Maibaum) drückte man sowohl ein erotisches Geschehen unter den Geschlechtern aus als auch die Verknüpfung der drei Welten (Himmel, Erde Anderswelt). Diese wurden durch den Maibaum auch symbolisiert um nun fest in das Gefüge des Lebens selbst eingewoben zu werden. Walpurgis war eine germanische Göttin, sie wurde vom Christentum übernommen und sogar heilig gesprochen.

Es heißt in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai öffnen sich die Türen zur Anderswelt, und die Schleier zwischen den Welten werden dünn. Der anfangs fröhliche, später immer ekstatischer werdende Kulttanz entfachte eine gemeinsame Trance, in der es möglich war, aus der ganz "normalen Realität" auszusteigen und Kontakt mit der Anderswelt zu bekommen. Deswegen kam es auch zu den Verteufelungen der Walpurgisnacht durch das Christentum als Hexensabbath.

 

Diesen Buchtipp habe ich für euch:

 

 

 

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