Pechsalbe - Zugsalbe

May 13, 2016

Wenn du an einem Freitag den 13 wie heute Pech hast, dann hast du vielleicht Glück im Unglück, wenn du eine Pech,- oder Zugsalbe zuhause hast. Ich hab wieder eine gemacht, sie ist aus meinem Apothekerschränkchen nicht mehr wegzudenken.

 

Früher wussten ja alle unsere Großmütter,- und Väter über die Heilkraft des Pechs (oder Harz) Bescheid. Besonders bei Förstern galt es als Pflaster, Zahnpasta und Medizin zugleich. Sie ist eine Salbe für Mensch und Tier.  Die Bäume produzieren Harz um ihre Wunden zu schließen, sie ist antibakteriell, zusammenziehend und entzündungshemmend.  Also ein natürliches Pflaster mit einer antibakteriellen und pilztötenden Eigenschaft. Früher war sie bekannt als DIE Zugsalbe.

 

Harz wurde im Übrigen früher als Kaugummi gegessen oder war zugleich auch Zahnpflege, bzw. als Zahnweiß. Wenn man eine Lippenpflege macht kann man etwas Harz zufügen, es hat die Fähigkeit Herpes abzutöten. So oder so – ein flüssiges Gold.

Ich habe von einem alten Förster aus dem Almtal einmal dieses Rezept bekommen.

 

Zutaten:

15 g Harz (gereinigt)

15 g Bienenwachs

15 g Olivenöl (er hat es traditionell mit 15 g Ziegenbutter gemacht)

15 g Kräuter (Ölauszug)

 

Zubereitung: Alle Teile zusammen in einem Topf im Wasserbad bei ca. 80 Grad erwärmen und gut verrühren, bis alles miteinander verschmolzen sind. Anschließend in Salbentiegel abfüllen. Tiegel vielleicht mit Alkohol desinfizieren, damit keine Schimmelbildung zustande kommt. Die Pechsalbe ist etwa 1 Jahr lang haltbar.

Mein Buchtipp für euch:

 

 

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