Maiwipferl - Hustensaft

May 23, 2016

Heute, knapp nach Vollmond war ich unterwegs und hab Maiwipferl für einen leckeren und gesunden Wipferlhonig gesammelt. Da ich sehr viele Tannen in meiner Umgebung habe, dachte ich, ausnahmsweise mache ich meinen Honig nicht nur aus Fichtenwipferl, sondern mische 1/3 Tannenwipferl hinzu. Er ist ja eigentlich gar kein Honig, sondern mehr ein Sirup, er schmeckt jedoch so süss wie Honig und hat noch dazu Heilkräfte. Man kann ihn nicht nur als Medizin (dazu komm ich später noch) verwenden, sondern auch zum süssen von Tees oder im Müsli.

 

Normalerweise bin ich ja nicht unbedingt die Person, die für die Zukunft im großen vorsorgt, ich lebe lieber im Hier und Jetzt, doch trotzdem kommt die kalte Jahreszeit irgendwann wieder und wenn man krank ist, hab ich gleich die passende Medizin zuhause. Gerne sagt man auch Maiwipferl, denn das ist die Jahreszeit, wo die kleinen grünen Triebe für den Sirup genommen werden können.

 

Ich hab die Triebe kurz nach Vollmond gesammelt, weil sie da den meisten Wirkstoff in sich tragen, da sind sie am stärksten. Im Grunde eignen sich fast alle Nadelbaumarten wie: Fichte, Kiefer,  Lärche, Latsche, Pinie, Tanne, Wacholder und Zirbe.  Finger weg von den hochgiftigen Austrieben von Eibe, Lebensbaumarten, Sadebaum, Virginischen Wacholder!

Wann wird jetzt also hauptsächlich der Wipferlhonig eingesetzt? Wenn wieder einmal die Erkältungsviren oder  die Grippe zugeschlagen haben und uns Schnupfen, Husten und Verschleimung, Heiserkeit usw... plagen, dann gibt es z. B: nach dem Essen einen Teelöffel Wipferlsirup. Man kann diesen natürlich auch im Erkältungstee zum süssen verwenden.

 

Rezept

So einfach wirds gemacht:

500 g Wipfel von den beschriebenen Bäumen

500 g Bio Rohrzucker (ev. auch Traubenzucker)

ev. Zitronen

Ich lese auch immer wieder mal, dass manche Menschen gerne ein paar Scheiben Zitronen dazu geben, ist jedoch Geschmacksache.

Ich geb jeweils immer eine Schicht Wipferl, eine Schicht Zucker, bis das Glas bedeckt ist. Ich stelle es geschlossen auf die Fensterbank und warte je nach Wetterlage zwischen 4 Wochen und 3 Monate, dass sich der ganze Zucker aufgelöst hat und eine braune Masse entsteht. Ich seihe den fertigen Sirup ab und gebe sie in kleine Flaschen. Der Sirup hält auch bei Zimmertemperatur ein paar Jahre.

 

Gesundheit wünsch ich uns allen, eure  Tanka

Über Großmutters Hausmittelchen, gibt es auch ein Buch:

 

 

 

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