Schnitterinfest- Lammas

August 1, 2016

Schnitterinfest wird es meist heute genannt, von unseren Vorfahren den Kelten Lughnasad (man spricht es: Luu-na-sah) und Lammas im Sächsischen, von dem sehr vieles was wir heute darüber wissen, überliefert wurde. Es wird auch als Hochzeit des Lichts betrachtet. Es ist das Fest, des Getreideschnittes und somit auch die Ehrung unseres heiligen Brotes. Es wird heute meist in der Nacht vom 31. Juli auf 1. August gefeiert und symbolisierte bei den Kelten bereits den herantretenden Herbst.

 

Lammas ist es ein Mondfest und höchstwahrscheinlich hat man es eher zu Neumond gefeiert, das heißt das wäre dann der 2. August, also heute. Lugnasadh liegt am Beginn der Erntezeit und wurde deshalb mit bäuerlichen Gemeinschaftsfestivitäten begangen. Genauer betrachtet, liegt dieses Jahreskreisfest genau in der Mitte zwischen der Sommersonnenwende und der Herbsttag,- und Nachtgleiche.

 

Es ist dem Sonnengott Lug gewidmet - er wurde getötet (geernetet), damit er als Feldfrucht von den Toten auferstehen kann. Lughnasadh erinnert an das Opfer und den Tod des Getreidegottes: das Getreide, zunächst als Keimling geboren, das in seinem „Tod“ den Menschen ernährt, wird als einer der Aspekte des Sonnengottes aufgefasst.

Diese Zeit im August und September ist generell sehr kraftvoll. Zwischen den Kräuterweihen um den 15. August, beginnt ja auch der "Frauendreißiger", über den ich natürlich ebenfalls, zu anderer Zeit allerdings, berichten werde. Am 12. September zu Mariä Namen, endet dieser wieder. In vielen Gegenden, wie bei mir zuhause im Mühlviertel erinnern an Lughnasad speziell die "Maria Schnee" Kirchen (lustig, wenn man im gerade im Sommer an Schnee denkt). Sie beinhalten nämlich alle in ihrem Namen - das Helle, das Strahlende. Und, noch ein interessanter Aspekt, das Fest "Maria Schnee" wurde am 5. August gefeiert, also sehr nah zu Lug. Die Maria Schnee Kirchen werden ja oft auch mit Mythen und Sagen umhäuft, weil meist heilige, strahlende Steine darin zu finden sind und die Kirchen direkt in die Steine hineingebaut wurden. Man spricht davon, dass genau in der Zeit um Lug, die Kraft der Steine am heilvollsten, kraftvollsten, sogar Tranczustand fördernd waren.

 

Wir ehren zu Lug oder Lammas die Kraft des üppigen Wachstums und danken Mutter Erde für ihre Gaben. Um den 15. August gibt es vielerorts auch Kräuterweihen, weil viele Kräuter in dieser Zeit, ihre besonders heilsamen Kräfte entfalten. Bis zum letzten Augustvollmond muss die Ernte abgeschlossen sein, danach ziehen die Pflanzen ihre Kräfte nach innen um sich für den Winter zu rüsten. Man hat sogar auf den Feldern oft einige Kornähren stehen gelassen, als Dank und Opfergabe um nächstes Jahr wieder um eine reiche Ernte zu bitten.

 

Für uns persönlich als Mensch könnte das Thema zu Lammas ebenfalls der Schnitt sein, die Abgrenzung, die Ernte. Wie sind unsere (Lebens)Felder in diesem Jahr bestellt? Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Ernte? Was mache ich mit meiner Ernte - teile ich sie? Habe ich die richtige Saat in die Erde gelegt? War der Boden fruchtbar? Was gilt es abzuschneiden? Wo muss ich einen Schnitt machen?

Das Schnitterinnenfest ist die Zeit der klaren Ausrichtung und Entscheidung - der kompromisslose Schnitt, der konsequente Schritt, Veränderungen zuzulassen. Die Vision von Imbolc, wo man sich etwas wünscht für die anstehende fruchtbare Zeit. Zu Lammas darf geerntet werden.

 

Ich habe mit meiner Mitbewohnerin gestern schon Lammas gefeiert und wir mussten beide bei einem Thema einen klaren Schnitt machen. Ich wünsche euch ein schönes Fest!

 

Mein Buchtipp für  euch:

 

 

 

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