Samenbomben für unsere Bienen

September 27, 2016

 

Derzeit packt mich wieder die Kreativität und ich bastle und koche wie wild in der Gegend herum. Ein Projekt aus meiner Ausbildungsgruppe zur Natur,- und Land- schaftsvermittlerin hat mich dann so fasziniert, dass ich diese Idee gleich weiter gesponnen habe und euch nicht vorenthalten möchte. Samenbomben werden in der Guerillagärtnerei-Bewegung (lustiger Ausdruck) als Methode der Aussaat verwendet und das aus unterschiedlichen Gründen.

 

Mein Grund diese sanfte Waffe einzusetzen ist einzig und allein um unseren Wildbienen und Schmetterlingen keine Möglichkeit mehr zu geben einfach zu sterben, weil sie nicht mehr genug Nahrung finden um Pflanzen oder Bäume zu bestäuben.  Ich liebe diese fleißigen Geschöpfe und wenn ich auch sagen kann, dass ich in meiner Heimat noch genug davon habe, so möchte ich nicht, dass sie das gleiche Schicksal erleiden wie in vielen anderen Teilen der Erde oder in unseren Städten.

 

Unsere Projektgruppe zum Thema Bienen hat sich einmal bei Global 2000 umgehört und nachgefragt, wie viele Bienen es überhaupt bei uns in Österreich gibt und die Zahl ist einfach unglaublich - ganze 650 Arten. Sand­bienen, Mauerbienen, Wollbienen, Pelzbienen und zu jeder noch etliche Unterarten. Weltweit existie­ren etwa 20.000 verschiedene Wildbienenarten.  Wollen wir wirklich zulassen, dass sie von dieser Erde verschwinden, weil wir nicht genug auf unseren Planeten acht geben? Ich tu was, also lasst uns versuchen die Bienen zu retten und ihnen ein Blütenmeer zu schenken. Es geht ganz einfach. Legen wir los. 

  • Du brauchst dazu: Komposterde (wenn möglich aus dem eigenen Garten, doch auf jeden Fall "Torffrei" [Das ist zum Schutze unserer Moore]) - siehe hier!

  • Gewöhnliche Erde aus deiner Umgebung

  • Geschirr/Kübel für die Erde

  • Etwas Wasser

  • Unterschiedliche Blumensamen (Pflanzen die schöne Blüten tragen)

  • Eierkarton

Ich gebe zu gleichen Teilen Komposterde und Erde aus dem Garten in einen geeigneten Behälter. Samen aus den unterschiedlichsten Blütenrichtungen (jedoch von heimischen Blumen und Kräutern) streue ich auf die Erde und mische alles gut durch. Wenn die Erde sehr trocken ist, sollte man etwas Wasser dazu geben, damit man die Erde gut formen kann.

 

 

Wenn die richtige Mischung zwischen Erde und Wasser gefunden ist, kannst du bereits mit dem Kügelchen machen beginnen. Ich gebe die fertigen Samenbomben in Eierkartons, weil ich sie dort über den Winter drin lasse.

Ein Tipp noch von mir: Viele Samen sollte man erst im Frühjahr einsetzen, daher ist es besser, die Sambenbomben in der jetzgien Jahreszeit nicht mehr kreuz und quer durch die Landschaft zu schießen - Achtung Ironie!! Man kann die Kugeln jetzt noch die Sonne stellen, oder an einen warmen Ort, um sie dort zu trocknen. Sie halten dort locker einige Jahre, wenn es sein muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es reicht, wenn sie im Frühjahr geworfen werden.

Gutes Gelingen!

 

Mein Buchtipp für Guerilla Gärtner:

 

 

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