Ich bin so plastikfrei

October 20, 2016

Ich bin ja eine Frau, die es überhaupt nicht mag, wenn ständig alles in Plastik verpackt ist - da krieg ich wirklich die Krise. Aber umsonst wird unser jetziges Dasein nicht "Pkastikzeitalter" genannt, traurig aber wahr. Ich jedenfalls versuche Plastik zu vermeiden wo es nur geht. Wenn ich einmal eine Zutat brauche, die ich wirklich nur so verpackt bekomme, dann mach ich in seltenen Fällen Ausnahmen, aber ich entsorge es dafür gleich noch an Ort und Stelle.

 

Mittlerweile gibt es ja großartige Alternativen und auch eine Gegenrichtung, die sich umsehen, was man anstatt des Plastiks noch verwenden kann. Einige Supermärkte erkennen diese Notwendigkeit zum Glück schon und ich genieße es, wenn ich ab und zu mal in so einen Laden rein muss, dass ich für Obst oder Gemüse mittlerweile Papiersackerl bekomme. Es gibt jedoch noch viel zu tun. Selbst in einigen Bioläden wird mir manchmal noch ganz übel, wenn ich sehe, mit wieviel Plastikmüll hier noch gearbeitet wird, aber auch hier gibt es immer wieder mal Vorbilder.

 

Ich bin des öfteren in Zell am See bei einem Freund zu Gast und da ist mir in etwa aufgefallen, dass die Hunde-Gackerl-Sackerl aus Papier sind. Hab ich wirklich ganz große Klasse empfunden. In meiner Bezirksstadt Freistadt ist man wohl noch nicht ganz so weit. Wenn ich da mit meiner Hündin Aska gassi geh, dann liegen überall die Plastiksackerl herum - leider. Aufwachen liebe Leute.

 

Und trotzdem oder gerade deswegen gibt es in Freistadt eine Initiative, die mir sehr gefällt. Sie heißt: http://www.ichbinsoplastikfrei.at

Der Ärger über das viele Plastik von den Einkäufen hat eine Freistädterin zum Anlass genommen und sich mit Freiwilligen zusammengesetzt um immer wieder einmal Aktionen zu machen und vor allem an der eigenen Türe zu kehren. Zum Glück werden es immer mehr, die bei dieser Aktion mitmachen. Ziel ist es, die Menschen aufmerksam machen und ein Umdenken herbeizuführen.

 

Hier noch einige Fakten von der EU (nachzulesen auf der Homepage von Plastikfrei): Mehr als acht Tonnen Plastik werden laut einer in Davos anlässlich des Weltwirtschaftsforums im Jänner 2016 präsentierten Studie jedes Jahr in die Meere entsorgt, Tendenz steigend. Bis 2050 könnte sich diese Menge vervierfachen, es wäre dann wesentlich mehr Plastik als Fische im Meer. Das Plastik in den Meeren sei hauptsächlich Verpackungsmaterial (Quelle: APA Science, 20. 1. 2016)

 

Tiere sterben, weil sie den Müll fressen oder sich in ihm verfangen. Der Müll ist auch dann noch schädlich, wenn er durch Wind, Wetter und die Gezeiten stark zerkleinert wurde. Über die Nahrungskette können Plastikpartikel auch in den menschlichen Körper gelangen. Die EU Kommission schätzte den Verbrauch an Plastiksäcken in der EU schon im Jahr 2010 auf 95,5 Milliarden – das sind im Durchschnitt fast 2000 Säcke im Jahr pro EU Bürger.

 

Solltet ihr trotzdem nicht ganz weg können oder wollen von dem ganzen Plastikzeugs, dann schaut bitte zumindest ob ihr nicht irgendeine Verwendung dafür habt.

 

Mein Buchtipp für euch:

 

 

 

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