Arnika Tinktur

July 13, 2017

Aus meiner Hausapotheke ist sie nicht mehr wegzudenken die Arnika Tinktur. Äußerlich angewendet, verträgt man sie sehr gut, doch viele Menschen vertragen die Arnika innerlich nicht besonders.

Für Menschen, die die Arnika vertragen, ist sie aber eine wunderbare Heilpflanze gegen viele Arten von Verletzungen des Bewegungsapparates. Auch Entzündungen der Haut und Ekzeme können durch verdünnte Behandlungen mit Arnika gelindert werden. Obwohl die Haupteinsatzgebiete der Arnika äusserlich sind, kann man sie auch innerlich gegen Erkrankungen der Atemwege einsetzen.

 

Ich kenne es von mir zuhause als die beste Wunddesinfizierungüberhaupt. Wenn du keine Möglichkeit hast sie im Garten anzubauen, dann kannst du dir Arnikablüten sogar in der Apotheke kaufen und dir selber einer Tinktur herstellen. Innerlich angewendet, soweit vom Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker nicht anders verordnet:

  • 2 bis 3 mal täglich 10 bis 50 Tropfen verdünnt einnehmen

 
Äusserlich:

  Als Kompresse

Verdünnt als Teilbad

Verdünnt zur Waschung

Pur auftupfen

In Cremes

  

Für eine Tinktur brauchst du:

Arnika-Blüten

Doppelkorn oder Weingeist

Schraubglas

 

Wie wird’s gemacht?

Fülle die Kräuter in ein Schraubdeckel-Glas. Lass noch etwa die Hälfte Platz im Glas. Gieße einen Doppelkorn über die Kräuter, bis sie gut bedeckt sind. Verschließe das Glas. Lass die Tinktur 2 bis 6 Wochen an einem warmen Ort ziehen. Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an. Nach der Wartezeit wird die Tinktur abgefiltert, dazu nehme ich einen Kaffeefilter. Die fertige Tinktur in eine dunkle Flasche abfüllen. An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.

Pflanzenportrait Arnika:

Sehr selten ist sie schon geworden die wunderschön sonnig gelb aussehende Heilpflanze. Heute findet man sie hauptsächlich noch auf Bergwiesen und im Mühlviertel in höheren Lagen auf Feuchtwiesen. Das sammeln in der Natur ist nicht mehr möglich, sie ist mittlerweile streng geschützt, doch man kann die Arnika zuhause kultivieren. Sie ist eine sehr starke Pflanze, die hauptsächlich als Tinktur Anwendung findet. Dieses Rezept stelle ich euch heute noch vor.

 

Um die Sommersonnenwende herum gibt es eine Vielzahl an Heilpflanzen, die ganz besonders stark wirken, wenn man aus ihr eine Medizin herstellen will und dazu gehört die Arnika, natürlich auch das Johanniskraut oder etwa auch der Beifuss.

 

Bei der Arnika werden ausschließlich die Blüten genommen, diese enthalten sehr wertvolle und kräftige Inhaltstoffe wie: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin, Arnicin, Beta-Sitosterol, Kampfer, Flavonoide oder Inulin.

 

Eigenschaften: antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, hautreizend, krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend.

 

Anwendungsgebiete sind: der gesamte Atmungsapparat, Verdauungsorgane, Stoffwechsel, Herz/Kreislauf System
 

Äußerlich angewendet: Blutergüsse, Ekzeme, Entzündungen durch Insektenbisse, Furunkel, Gelenkentzündungen, Hautentzündungen, Hämatome, Krampfadern, Muskelkater, Neuralgien, Prellungen, Quetschungen, Schwellung bei Knochenbrüchen, Thrombose, Venenentzündung, Venenschwäche, Ver-stauchungen, schlecht heilende Wunden, Zerrungen

 

Aus den Blüten kannst du eine Tinktur, Salbe oder einen Ölauszug herstellen. Das bekannteste ist wohl die Tinktur. Wenn du dir eine Arnika Tinktur selber machst, hast du auf jeden Fall eine gute Wahl getroffen.

 

Mein Buchtipp für euch:

 
 
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