Chaga Pilz

January 5, 2019

Wenn man diesen exotischen Namen hört, dann ist es eher sehr unwahrscheinlich, dass man an einen der heilkräftigsten Pilze hier bei uns denkt, nicht wahr? Nicht immer kommt das was fremdländisch klingt, auch von weit entfernt und ist noch dazu ein großartiges Heilmittel. Wir glauben immer, dass alles was uns hilft oder gesund ist, von sehr weit her kommen muss.

 

Doch das ist ein Irrtum. Das Gute und wervolle liegt oft so nah. Das immer wärmer werdene Klima trägt zwar nicht dazu bei, dass dieser Pilz sehr verbreitet wächst, doch an wenigen klimatisch günstigen Stellen, ist er auch in Österreich oder Deutschland zu finden. Manche kennen ihn auch unter dem Namen Schiefer Schillerporling (Inonotus obliquus) oder wie er in Skandinavien heißt, der Chaga.

 

Dazu braucht es in erster Linie Birken, den nur auf denen wächst der heilvollere von ihnen, und zweitens gedeiht er eher in kühleren und moorigen Regionen. Der Pilz lebt mit der Birke in Symbiose, doch nicht auf jeder Birke. Sie müssen ein Alter von etwa 30 bis 70 Jahre haben. Er lebt solange mit der Birke, bis der Wirtsbaum abstirbt. Die Lebenszeit von Chaga beträgt in der Regel 10 bis 20 Jahre. Einige Exemplare werden jedoch bis zu 40 Jahre alt.

 

Ich habe den Chaga Pilz heuer auf meiner Reise im Land der Sami in Schweden kennengelernt. In der Hauptstadt der Ureinwohner, in Jokkmokk, durfte ich das Samimuseum besuchen. Einige Sami verkaufen dort wunderschönes Kunsthandwerk und auch einen fremdländisch klingenden Tee - den Chaga Tee. Eine sehr freundliche ältere Dame, mit einem wundervollen Lächeln erzählte mir und meinem Mann  - und das überraschenderweise auf deutsch - was es mit diesem Wunderpilz auf sich hat.

 

Diese nette Frau namens Sunna sprach wahre Lobeshymen über diesen Pilz, den niemanden zu kennen scheint. Ich wollte natürlich mehr darüber wissen und durfte auch einen Tee verkosten. Der Pilz selbst ist Millionen Jahre alt und wird von den dort einheimischen Menschen seit Jahrtausenden verwendet. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem 12. Jahrhundert, als der ukrainische Großfürst Wladimir Monomach, durch Chaga Tee von Lippenkrebs geheilt wurde.

Heute kommt der Pilz hauptsächlich in Lappland, Sibirien, nordöstlichen China, Polen und Kanada vor. Nur alle paar hundert Birken tragen diesen wertvollen Pilz, erklärte mir Sunna. Er findet Anwendung bei vielen Krankheiten und Beschwerden. 

 

Anwendungsgebiete

  • Diabetes

  • Gastritis

  • Magen- und Darmgeschwüre

  • Krebs

  • Psoriasis, Akne und Neurodermitis

  • Bluthochdruck

  • Parodontose

  • Entzündungen

  • Morbus Crohn

  • Multipler Sklerose

  • Hämorrhoiden

  • Bauchschmerzen

  • Verdauungsstörungen

  • Bandwürmer

  • Grippe

  • Asthma

  • Bronchitis

  • Tuberkulose

  • Leber und Herzerkrankungen

  • Psoriasis

  • Arteriosklerose

Der Pilz wirkt entzündungshemmend und aktiviert das Immunsystem. Deshalb wird er als Naturheilmittel für alle Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Als sanftes Hausmittelchen gegen Rheuma und Gelenkentzündungen wird er von vielen Menschen in Skandinavien verwendet.

 

Inhaltsstoffe

  • Melanin (dunkler Farbstoff)

  • Vitamine D3

  • Triterpene

  • Mineralien: Germanium, Zink, Bor

  • Betulin

  • Inotodiol

  • Aminosäuren

  • Lanosterol

  • Superoxid-Dismutase (SOD)

  • Polysaccharide (Beta-Glucane)

Für eine gesunde, schöne Haut ist der Chaga Pilz der Geheimtipp schlechthin. Altersflecken und Pickel verschwinden durch seine innere und äußere Anwendung.

Heilwirkung

  • stärkt das Immunsystem

  • senkt hohen Blutdruck

  • vermindert Cholesterin Ablagerung

  • hemmt das Wachstum von Tumoren

  • hilft beim Abnehmen

  • reinigt das Blut

  • entgiftet Leber und Galle

  • stoppt Zahnfleischbluten

  • verbessert den Schlaf

  • senkt hohe Blutzuckerwerte

Im Jahr 1954 untersuche der bekannte polnische Arzt Prof. Dr. Marek Gatty-Kostyal den Chaga Pilz. Er entdeckte als erster Wissenschaftler seine tumorhemmende Wirkung. Noch gibt es nur wenige wissenschaftlichen Studien mit Menschen, welche die tumorhemmende Wirkung vom Chaga Pilz untersuchten, jedoch zeigte eine Studie aus Polen, eine deutliche Verbesserung der körperlichen Symptome bei Krebspatienten.

 

Chagatee Zubereitung

Chaga sollte niemals als Pulver zu sich genommen werden, sondern nur als Tee. Dieser erziehlt als Pulver nicht die heilende Wirkung. Es kann sogar sein, dass man davon Verstopfungen bekommt. Für den Tee nimmt man  3 bis 4 Stücke Chaga Pilz (ca. 10 g) in den Topf zusammen mit 400 ml Wasser. Danach bringt man das Wasser zum Kochen. Den Chaga lässt man 10 Minuten kochen. Dann wird das Teewasser durch ein Teesieb abgegossen in ein Trinkglas gegeben. Der Chaga Tee ist nun trinkfertig.

 

Viel Erfolg bei der Suche, eure  Tanka

 

Hier gibt es die Brocken zu kaufen:

 

 

Please reload

Archiv
Please reload