Brunnenkresse - Bitteres Schaumkraut

March 9, 2019

Wenn man durch die Natur streift, dann fällt einem bereits an den Rändern von Bächen, Gräben, Quellen, Teichen und feuchten Böschungen ein schönes zartes Grün auf - die Brunnenkresse. Sie ist eines der ersten Kräutlein die man unter anderem gegen die Frühjahrsmüdigkeit nutzen kann. Doch ist es wirklich die Brunnenkresse? Diese wird nämlich extrem oft mit dem bitteren Schaumkraut verwechselt. Beide gehören zur Familie der Kreuzblütengewächse  und sind somit auch miteinander verwandt.

 

Grundsätzlich ist das überhaupt kein Problem, denn das bittere Schaumkraut ist nicht giftig, ganz im Gegenteil, es ist ähnlich verwendbar wie die Brunnenkresse und schmeckt auch ähnlich. Sie besitzt einfach mehr Bitterstoffe. Verwenden kannst du das bittere Schaumkraut genauso wie die Brunnenkresse. Sie besitzt ebenfalls Vitamin C wie ihre Verwandte. Im Übrigen, das Wiesenschaumkraut gehört ebenfalls zur gleichen Familie.

 

Unterscheidungsmerkmale

 

Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Die Brunnenkresse besitzt einen hohlen Stängel. Wenn man die Blütenblätter betrachtet, dann kann man sehen, dass die Staubbeutel eine gelbe Farbe aufweisen.

In Österreich kommt die Echte Brunnenkresse selten bis sehr selten in allen Bundesländern vor. Sie gilt im nördlichen und südöstlichen Alpenvorland als gefährdet.

Die Echte Brunnenkresse wirkt blutreinigend, fiebersenkend, harntreibend und stimulierend (anregend).

Sie wird innerlich und äußerlich angewendet. In der Naturheilkunde wird sie angewendet bei: Vitamin C Mangel, Akne, Appetit, Bronchitis, Haarwuchs, Haut, Mund, Rekonvaleszenz, Skorbut.

 

Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)

Das bittere Schaumkraut ist meist um einiges häufiger anzutreffen und steht bei uns noch nicht unter Schutz.

Sie besitzt einen Stängel der mit einem Mark gefüllt ist. Die Staubbeutel der Blütenblätter sind beim bitteren Schaumkraut violett gefärbt.

Heilwirkung vom bitteren Schaumkraut ist anregend, harntreibend und blutreinigend und sie wird sowohl äußerlich und innerlich angewendet.

Ihr Anwendungsgebiet: Frühjahrskur, Rheuma, Skorbut, Stoffwechselschwäche, Verdauungsschwäche, Vitamin C Mangel.

 

Also macht euch bitte keine Sorgen, wenn ihr die beiden miteinander verwechselt, sie sind beide scharf im Geschmack, jedoch auf unseren Broten oder Aufstrichen eine leckere Alternative und sie schenken uns beide viel Vitamin C und helfen uns gegen die Frühjahrsmüdigkeit.

Ich gehe jetzt pflücken für einen leckeren Kräutertopfen, eure  Tanka

 

Dieses Buch sollten alle PflanzenliebhaberInnen zuhause haben:

 

 

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