Die Traubenkirsche als sinnlich süßer Likör und Sirup



Heute habe ich gleich 2 Rezepte für euch, denn diese beiden dürft ihr euch nicht entgehen lassen. Ein sinnliches Erlebnis für zweisame Stunden und der Inbegriff des Frühlings schenke ich euch heute, verpackt in tollen aber sehr einfachen Rezepten. Für mich ist es der erste Likör und Sirup des Jahres, die ich produziere.


Die Traubenkirsche oder auch im Volksmund gerne Vogelkirsche genannt, ist mit seinen fast schon betörenden Geruch nicht nur eine Freude für Insekten, sondern auch für uns Menschen, wenn wir diese riechen. Man schafft es kaum, einfach achtlos daran vorbeizugehen, weil dieser Duft einfach so traumhaft und intensiv ist. Die Früchte wurden früher roh mit Salz gegessen oder auch zu Mus verkocht. Heute wird die Traubenkirsche (eine der vielen Namen ist auch Ahlkirsche) in Oberösterreich noch in der Volksmedizin als Abführmittel gegen Koliken ver-wendet.


Ansonsten findet diese in der Heilkunde leider so gut wie keinen Platz mehr. Das kann vermutlich daran liegen, weil Teile des Strauches giftig sind. Die Rinde und der Kern in der Frucht enthalten Glykosid Amygdalin, doch das Fruchtfleisch und auch die Blüten sind völlig un-bedenklich. Zum Glück ist die Traubenkirsche nicht besonders schwer zu bestimmen, weil ihre rispenartigen Blüten sehr markant sind.



Normalerweise wächst sie eher als Strauch, doch wenn sie einen sehr geeigneten Standort hat, dann kann sie durchaus zu einem bemerkenswerten Baum heranwachsen. 15 Meter sind durchaus möglich und etwa ein Alter von ca. 80 Jahren. Die Traubenkirsche gehört im übrigen zu den Rosengewächsen. Vielleicht ist euch auch aufgefallen, dass diese erst hauptsächlich am späten Nachmittag gegen Abend hin ihr süßes Aroma entfaltet. Das ist auch der bessere Zeitpunkt um sie zu pflücken. Nun aber das Rezept.


Was brauchst du und wie gehst du vor?


Zutaten:

1 l Kornschnaps

200 - 250 g Kandiszucker (oder vergleichbaren)

2 kleine handvoll Blüten


Zuerst sollte man die Blüten durchsuchen, weil die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass sich kleinere Insekten darin befinden. Diese einfach abschütteln. Ich verwende nur die Blüten, ohne die Rispen, also trenne ich diese vorsichtig herunter.

Anschließend die Blüten in ein Ansatzgefäß geben und die restlichen Zutaten beigeben. Diese Mischung etwa 6 Wochen lang an einem halbschattigen und zimmerwarmen Ort stehen lassen. Man sollte den Ansatz auch einmal am Tag etwas durchschütteln. Nach 6 Wochen seihe ich den fertigen Likör durch einen Kaffeefilter und fülle diesen in sterile Flaschen.



Tipp: Wenn du den Likör nicht so süß möchtest, dann gibst du einfach etwas destilliertes Wasser dazu, das reduziert sowohl die Süße als auch die Schärfe. Außerdem schmeckt der Likör himmlisch wenn man ihn mit einem Glas Prosecco oder Sekt aufgießt.

Der Traubenkirschen Sirup


Heute habe ich euch ja ein zweites Rezept versprochen, also los gehts jetzt an den süßen Sirup.


Die Zutaten:

  • 5 - 6 Handvoll Traubenkirschenblüten ohne dem Grünen

  • 1 Liter Wasser

  • 1 kg Xylith oder vergleichbar hochwertigen Zucker

  • 1 Zitrone in Scheiben geschnitten

  • 1 Orange in Scheiben geschnitten

  • 250 ml Zitronensaft


Zubereitung:

Alle Zutaten in ein Gefäß geben und 2 - 3 Tage an einem halbschattigen Ort mit einem Tuch zugedeckt etwas ziehen lassen. Jeden Tag etwas umrühren. Am 3 Tag durch einen Kaffeefilter oder ähnlichem abseihen und in einem Topf zum Kochen bringen. Dadurch wird der Sirup haltbar gemacht.



In sterile Flaschen füllen und bei Bedarf genießen. Wie ich auch oben schon erwähnt habe, schmeckt auch der Sirup ganz hervorragend zu Sekt oder Prosecco.


Viel Freude und Genuss beim Nachmachen, eure

Tanka


Himmlische Liköre kannst du hier nachmachen:




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