Mit dem Eichel- Thymian Brot den Herbstwald schmecken


Bevor ich euch das sehr leckere Rezept für das Eichelbrot erkläre, muss ich euch natürlich erklären, wie man das Eichelmehl herstellt. Es stellt zwar grundsätzlich keine Schwierigkeit dar, trotzdem sollte man etwas Zeit einplanen, weil man Eicheln nicht einfach so verwenden und verarbeiten kann. Sie sind frisch geerntet sehr unbekömmlich, weil diese viele Gerbstoffe besitzen. Daher schmecken die Eicheln auch sehr bitter. Dieses Entziehen der Bitterstoffe ist zwar nicht sehr schwer, doch etwas Zeit intensiv. Ich habe hauptsächlich Eicheln der Stiel,- und Traubeneiche gesammelt.


Die Eiche wirft etwa alle 2 - 3 Jahre ihre Früchte ab (so ähnlich verhält es sich auch mit der Buche) und das zum Glück gleich in großen Mengen. Man kann an solchen Jahren wirklich in Hülle und Fülle Eicheln sammeln. Daher mache ich nicht nur Eichelmehl, sondern auch Eichel-kaffee. Diesen beschreibe ich euch in ein paar Wochen.



Eichelmehl herstellen


Wie schon oben beschrieben, dauert es etwas, bis man schließlich das fertige Mehl für das Brot hat. Doch ich beschreibe euch Schritt für Schritt wie es geht. Eicheln kann man zum Glück ähnlich wie Nüsse, ganz leicht mit dem Nussknacker öffnen. Die äußere Schale geht sehr leicht ab. Meist geht es sogar um einiges einfacher, wenn die Eicheln einige Tage antrocknen können.



Dann gehört jedoch auch die braune Innenhaut entfernt. Das geht sehr einfach, wenn man einen Kaffee macht, dann legt man diese für eine halbe Minute in kochendes Wasser und die Haut geht fast von selbst ab. Doch leider verliert die Eichel durch die hohe Temperatur ihre Bindefähigkeit, die man jedoch für das Brot braucht, daher mache ich es in diesem Fall anders.

Ich lege die Eicheln über Nacht in kaltes Wasser und gebe 1 Esslöffel Natron dazu. Das klappt auch recht gut. Meist kann man sie ganz leicht, wenn man mit dem Fingernagel drüber fährt am nächsten Tag abziehen.



Jetzt gehören die Eicheln entbittert. Dazu wäscht man diese gut mit kaltem Wasser durch. Man legt sie anschließend in eine Schüssel und füllt diese ebenfalls mit Wasser auf. Alle paar Stunden wird sich am ersten Tag das Wasser leicht bräunlich verfärben. Das ist ganz normal. Sobald das passiert, gibt man die Eicheln in ein Sieb und wäscht sie wieder gut durch, bis das Wasser klar ist. Dann legt man sie wieder in frisches Wasser. Das macht man meist 2 - 3 Tage, bis das Wasser von selbst komplett klar ist. Jetzt weißt du, dass die Gerbstoffe aus den Eicheln heraus sind.


Je nachdem was du zuhause hast, kannst du jetzt ans Mahlen gehen. Wenn du einen Fleischwolf hast, dann kannst du die frischen Eicheln durch den Fleischwolf drehen und das feuchte Mehl auf ein Backblech zum Trocknen auflegen.



Ich mache es mit einer Kaffeemühle, daher trockne ich die Eicheln gleich und mahle sie dann im getrockneten Zustand. Wenn du sehr große Eicheln hast, wäre es gut sie zu vierteln. Das Mehl wäre somit fertig, jetzt kann es ans Backen gehen.


Eichel-Thymian-Brot

Das Rezept ist gedacht für eine Kastenform. Außerdem sei noch erwähnt, dass man für etwa 200 g Eichelmehl etwa doppelt so viele Eicheln benötigt, also zwischen 400 - 500 g.


Zutaten:

  • 250 g Eichelmehl

  • 250 g Dinkelmehl

  • 1 TL Salz

  • 1 EL Olivenöl

  • 300 - 350 ml Wasser

  • 1 Würfel Germ/Hefe

  • 1 Handvoll frischen oder getrockneten Thymian


Zubereitung: Das Mehl mit dem Salz vermischen. In etwas warmes Wasser den Germ/Hefe auflösen und unter rühren. Das Öl dazu geben und den Rest des lauwarmen Wasser nach und nach einrühren.



Den Teig gut verrühren und an warmer Stelle 2 Stunden aufgehen lassen. Den Teig noch einmal gut durchkneten und dabei den Thymian beimengen. In eine ausgefettete und bemehlte Kasten-form geben. Erneut 30 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C rund 60 Minuten backen. Am Besten eine Probe mit einem Holzstäbchen machen. Reinstechen, wenn nichts am Stäbchen hängen bleibt, dann ist das Brot fertig, ansonsten noch einmal 10 - 20 Minuten backen. Dann sollte das Brot fertig sein und du brauchst es nur noch genießen. Viel Freude beim Backen, eure

Tanka


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