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Giftig? Von wegen! Jetzt gibt es Vogelbeer Chutney

  • Autorenbild: Mikota
    Mikota
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Giftbeere oder Genuss? Die überraschende Wahrheit über die Vitaminbeere. Noch immer hält sich ja hartnäckig das Gerücht, dass Ebereschenbeeren - Vogelbeeren giftig seien. Doch Dieser Mythos gehört endlich ins Reich der Märchen!


Eberesche oder Vogelbeere – Sorbus aucuparia

Die Eberesche (Sorbus aucuparia) gehört zur Familie der Rosengewächse. Im Spätsommer und Herbst leuchten ihre orange- bis scharlachroten Früchte in großen Dolden und sind eine wichtige Nahrung für zahlreiche Vögel – daher der Name Vogelbeere.

Was viele nicht wissen: Die Früchte sind grundsätzlich verwertbar, aber roh sollte man sie nicht in größeren Mengen essen. Der Ruf als „Giftbeere“ ist deshalb nicht völlig aus der Luft gegriffen, aber er ist auch stark vereinfacht.


Warum gilt die Vogelbeere als giftig?

Der entscheidende Stoff ist die Parasorbinsäure. Sie kommt besonders in den frischen Früchten vor und kann die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes reizen. Größere Mengen roher Früchte können deshalb unter anderem zu Übelkeit, Verdauungsbeschwerden und Durchfall führen.

Und genau hier liegt der interessante Punkt:

Durch Erhitzen wird Parasorbinsäure in Sorbinsäure umgewandelt. Auch das Erhitzen bzw. eine geeignete Verarbeitung verändert damit die problematische Eigenschaft der rohen Früchte. Die Aussage „Vogelbeeren sind giftig“ ist also zu pauschal. Treffender wäre:

Rohe Vogelbeeren sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nicht für den Verzehr in größeren Mengen geeignet – verarbeitet werden sie traditionell seit langer Zeit als Lebensmittel verwendet.

Was steckt in den kleinen roten Früchten?

Die Vogelbeere ist überraschend reich an verschiedenen Pflanzenstoffen. Nachgewiesen wurden unter anderem:

  • Vitamin C

  • Carotinoide

  • Polyphenole und Flavonoide

  • Gerbstoffe

  • Pektin

  • Sorbit

  • verschiedene organische Säuren, insbesondere Apfelsäure 

Gerade die Kombination aus Säure, Gerbstoffen und Bitterstoffen macht den Geschmack der frischen Beeren so besonders: sauer, herb, bitter und zusammenziehend. Roh sind sie deshalb für viele Menschen alles andere als ein kulinarisches Vergnügen.


Was macht man mit Vogelbeeren?

Und hier wird die Vogelbeere richtig interessant für dein Chutney.

Traditionell werden die Früchte beispielsweise verarbeitet zu:

  • Gelee und Marmelade

  • Sirup

  • Saft

  • Kompott

  • Chutney

  • Likören und anderen alkoholischen Getränken

  • schokoliert oder kandiert u.v.m



Besonders schön finde ich: Die herbe, säuerliche Note. Diese kann in einem Chutney sogar ein kulinarischer Vorteil sein. Zusammen mit süßen und würzigen Zutaten entsteht ein sehr charakteristisches Aroma. Jetzt zum Rezept.


Zutaten für das Vogelbeer-Chutney:

  • 250 g Vogelbeeren

  • 1 kleine Zwiebel

  • 75 g Äpfel

  • 1 Brise Pfeffer

  • 1 Prise Gewürznelken, gemahlen

  • 1 Prise Zimt gemahlen

  • 1/2 TL Salz

  • 50 g Honig

  • 100 ml Apfelessig


So bereitest du das Chutney zu

Vogelbeeren ernten und verlesen. Waschen, von den Stielen befreien und für 24 Stunden einfrieren, um die Bitterstoffe zu reduzieren. 

Zwiebel und Äpfel fein würfeln und mit den Vogelbeeren, Pfeffer, Nelken, Zimtstange, Honig, Salz und Apfelessig in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Bei niedriger Hitze ca. 35 Minuten köcheln lassen, bis eine Art Brei entsteht.



Danach noch heiß in Schraubgläser füllen. Das Chutney passt wunderbar zu jeder Art von Käse wie Camembert, gebackenem Schafskäse, gegrilltem Gemüse und Wild. Auf jeden Fall eine geschmackvolle Alternative zur typischen Preiselbeermarmelade. 

Im Kühlschrank hält sich das Chutney ungeöffnet mindestens ein halbes Jahr.

Ich wünsche dir viel Freude beim Nachkochen dieses herb erfrischenden Chutneys, eure



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