Waldköstlichkeiten des Herbstes


Jetzt im Herbst ist die letzte Gelegenheit um sich noch mit Schätzen aus der Natur einzudecken. Die Rede ist von den wilden Köstlichkeiten des Waldes. Da gebe es noch so einiges, dass man jetzt sammeln kann wie etwa: Eicheln, Bucheckern (gibts jedoch nicht jedes Jahr) Kastanien, Hagebutten, Schlehen, Lindensamen, Kornelkirsche, Eberesche, Ahornsamen, Haselnüsse und Pilze. Mit all diesen wunderbaren Dingen lässt sich noch eine jede Menge anstellen.

Grundsätzlich sammle ich die Dinge immer in dieser Jahreszeit, doch heuer ist alles so früh dran, dass ich mich bereits ranhalten muss, denn sonst schnappen mir die Eichhörnchen alles weg oder es verfault in der Natur. Gut, die Eichhörnchen habens aber auch wirklich nötiger als ich ;)

Ich werde die einzelnen Waldfrüchte etwas genauer vorstellen und was sie an wervollem beeinhalten, Rezepte dazu, werde ich nach und nach ergänzen und hier reinstellen.

Waldfrüchte

Eicheln

Grüne Eicheln sind nicht zum Verzehr geeignet, sie sollten schon ordentlich reif sein. Die große Menge an Tanninsäure ist für den Menschen giftig, deswegen sollte man sie immer gut verarbeiten. Bei den Menschen war es früher üblich, dass man geröstete Eicheln als Kaffeeersatz verwendet hat. Schmeckt köstlich. Eicheln zu Mehl verarbeitet und dann zu Brot gebacken, schmeckt ebenfalls vorzüglich. Man kann auch ähnlich wie bei der Erdnuss ein Mus daraus zaubern.


Bucheckern

Bucheckern lassen sich in der Küche auch vielseitig einsetzen. Sowohl als leckere Nascherei, wenn man sie röstet, aber auch zu Mehl vermahlen für ein selbst gebackenes Brot. Und sie haben einen wunderbar nussigen Geschmack. Bucheckern haben einen Fettgehalt von rund 40 Prozent und sind sie reich an Mineralstoffen, Zink und Eisen. Bucheckern sollte man jedoch nicht frisch essen (zumindest nicht zu viele) sie sind leicht giftig durch den Stoff "Fagin".


Kastanien

Ursprünglich war die Kastanie ja bei uns gar nicht heimisch, sie wurde ungefähr vor 500 Jahren vom Balkan hierher gebracht. Sie enthält interessante Wirkstoffe unter anderem die beschriebenen Saponine, die ich gerne für ein Waschmittel verwende, Aescin, Flavonoide, Cumarine, Gerbstoffe und Nährstoffe. Du kannst die Kastanie außerdem noch für Duschgels, Zahnpasten, Tinkturen (bei Venenprobleme), Salben oder auch Shampoos verwenden.


Hagebutten

Die wilde Rose wie sie auch genannt wird, ist gerade in dieser Jahreszeit wohl einer der besten Vitamin C Spender überhaupt. Durch die dunkle und kühlere Jahreszeit verkühlen sich viele Menschen und das Immunsystem sinkt in den Keller. Jedoch nicht mit der Hagebutte. Außerdem enthält sie noch Wirkstoffe wie: Flavone, Fruchtsäuren und den Vitamin B-Komplex. Nicht nur als Tee kann die Hagebutte genossen werden, sondern auch als leckere Marmelade oder Mus.


Schlehen

In vielen Gegenden kennt man sie wohl eher unter dem Namen Schwarzdorn. Ihre bekannten Inhaltsstoffe sind: Flavonglykoside, Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Pektin, Rutin und Vitamin C. Die Schlehe ist jedoch erst dann zum Verzehr geeignet, sobald der erste Frost ins Land gezogen ist, denn die Bitterstoffe haben sich dann bereits entfernt. Aus den Blättern und Blüten lässt sich ein heilsamer Tee zubereiten. Aus den Früchten lässt sich Marmelade kochen oder ein wohlschmeckender Likör ansetzen.


Lindensamen

Heute stehen Linden meist in Parks oder neben der Straße, doch wenn du einmal eine ganz normal in der Natur wachsen siehst, dann hast du Glück. Die heilende Linde enthält Wirkstoffe wie: heilenden Inhaltsstoffe wie Farnesol, Glykoside, Flavonoide, Gerbstoffe und Gerbsäure. Sie enthalten viele Öle, die gerade im Herbst sehr wichtig sind. Es sind jedoch nur die Samen der Winterlinde zu verwenden, die der Sommerlinde sind zu hart. Im Frühjahr kann man auch für einen Salat die Knospen der Blätter essen.


Kornelkirsche

Auch wenn sie so heißt, sie ist nicht mit der Kirsche verwandt. Sie gehört zu den Hartriegelgewächsen und beinhaltet Stoffe wie: Anthocyane, Eisen, Gerbstoffe, Glucose, Kalium, Kalzium, Schleimstoffe, Vitamin B, Vitamin C und Zitronensäure. Wenn man sie zu früh pflückt, dann schmecken sie extrem sauer. Man kann die Frucht als Olivenersatz einlegen, eine Marmelade daraus kochen oder auch als Likör ansetzen.


Eberesche

Bei uns nennt man sie Vogelbeere und interessanterweise denken viele Menschen, sie sei giftig. Sie hat sehr viele heilbringenden Inhaltsstoffe: Vitamin C, Gerbstoff, Sorbitol, Sorbitansäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Bernsteinsäure, Weinsteinsäure, Spuren der Parasorbinsäure (leicht giftig), Bitterstoff, Pektin und ätherische Öle. Man kann aus ihr eine leckere Marmelade machen oder auch ein Mus oder Saft. Durch das Verkochen gehen auch die Gerbstoffe etwas verloren.


Ahornsamen

Auch die Früchte des Ahorns lassen sich essen, je früher man diese sammelt, desto besser schmecken sie, ansonsten werden sie bitter. Der Propeller der Ahornfrucht wird runter genommen und die Samenkapsel am Rand aufgeschlitzt. Darin ist der besagte Samen, der wie eine kleine Bohne aussieht. So schmeckt er auch ein bisschen. Wenn man ihn aus der Kapsel drückt, kann man ihn verwenden. Er sollte jedoch vorher gekocht werden. Das sollte man so lange machen, bis die Bitterstoffe weg sind.


Haselnüsse

Haselnüsse kennt glaub ich jeder, sie sind für die Weihnachtsbäckerei unverzichtbar geworden. Sie enthält Mineralstoffe wie: Kalzium, Phosphor, Eisen, Fettsäuren, Zink Ballaststoffe und Vitamin E. Aufgrund ihres hohen Lezithin-Gehalts wirkt sie positiv auf die Funktion der Nerven sowie auf unser Gedächtnis.


Eibenbeeren

Die meisten Menschen glauben ja, dass alles bei der Eibe giftig ist, doch das stimmt nicht ganz. Die schönen rot glänzenden oval förmigen Beeren sind essbar und schmecken köstlich und leicht süß. Nur Vorsicht! Der Kern ist giftig - sogar sehr giftig. Wenn man sich die Mühe machen möchte, dann kann man gerne eine Marmelade daraus machen oder einfach die leicht schleimig süßlichen Beeren einfach so naschen.


Pilze

Pilze sind immer eine etwas heikle Geschichte, man liest jedes Jahr, wie viele Menschen an einer Pilzvergiftung sterben, weil sie wieder irgendwo einen giftigen Doppelgänger gepflückt haben. Es ist am besten bei einem wahren Fachmann/frau in die Lehre zu gehen. Pilze sind gesund, so enthalten sie unter anderem: Vitamin A,B, D, Eiweiß, Kalium, Eisen, Selen und Zink. Die meisten Pilze lassen sich wunderbar trocknen, so kann man ihren leckeren Geschmack den ganzen Winter über genießen. Man kann ein Salz daraus machen, Bratensauce oder auch einfrieren.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick in die Früchte des Waldes geben. Demnächst wird es darüber auch einige Rezeptideen geben, die ich nach und nach vervollständige.

Viel Spaß beim Nachzaubern, eure

Tanka

Mein Buchtipp für euch:


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