Flechten Reiniger aus dem Wald
- Mikota
- 11. März 2025
- 2 Min. Lesezeit

Aber zuerst ganz von vorne. Was sind eigentlich Flechten? Sie sind faszinierende Doppelwesen bestehend aus Algen und Pilzen. Flechten sind jedoch keine Parasiten, sie nutzen nur die Borke der Rinde zum Festhalten und versorgen sich selbst aus Sonne, Regen und dem anfliegenden Teilchen. In Mitteleuropa kommen etwa 2000 Flechtenarten vor und sie sind wahre Überlebenskünstler. Im Himalaya etwa, kann man sie noch auf etwa 5000 Meter Seehöhe finden.
Die älteste Art Flechten zu verwenden war, diese zu verspeisen. Man hat tatsächlich früher oft Flechten in den Speiseplan mit eingebaut, auch um Aromatisieren von Speisen, zum Bierbrauen u.v.m. Aber auch Hildegard von Bingen schrieb schon über Flechten und zwar:
„Und das Moos, das an gewissen Bäumen wächst, hat Heilkraft in sich. Und solches, das auf fauligen Hölzern wächst, hat fast keine Heilkraft, weil die in stinken Säften der Dächer und fauliger Hölzer und in Steinen vorhanden ist, ausbricht und im Moos auswächst, daher ist es fast ohne Nutzen.“ Wikipedia

(Eichenmoos)
Interessant ist auch, dass es bei Flechten Nachweise für ihre antientzündlichen, antibakteriellen, antiviralen und pilzhemmenden, sowie krebshemmenden Eigenschaften gibt. Antibakteriell und pilzhemmend machen wir uns in diesem Reiniger zunutze.
Und, dann wären da noch unsere heimischen Nadelbäume, wie Kiefern, Tannen oder Fichten. Auch diese wirken antibakteriell aber auch desinfizierend. Also ebenso perfekt für einen Allzweck-Reiniger. Als letztes nehme ich noch gerne die Schalen von Zitrusfrüchte mit rein. Diese Schalen haben es wahrlich in sich. Sie wirken gegen Kalk, Flecken und auch Fett. Ich stecke die Schalen auch in den Geschirrspüler, als eine Art Klarspüler. Die Gläser glänzen anschließend wunderbar.
Der Reiniger
Nun haben wir also viele interessante Bestandteile aus der Natur, die zum Putzen perfekt ge- eignet sind. Was brauchen wir jetzt noch, um einen wirklich sensationellen Reinigungsspray zu zaubern?

Zutaten:
3 gr. Stück vom Eichenmoos und/oder Baummoos (heißen so, sind aber Flechten)
1 kl. Ast (ca. 15 cm) von unseren Nadelbäumen
Schale von einer Orange oder Zitrone
250 ml Wasser
100 g Zitronensäure (wirkt als Entkalker & Konservierungsmittel)
100 g Natron (wirkt gegen Flecken, Fett & Schmutz)
ca. 50 g neutrale Seife (
Zubereitung:
Zuerst rasple ich die Seife, gebe einen Teil des Wassers dazu und schmelze es, auf kleiner Stufe (das kann durchaus etwas dauern). Inzwischen gebe ich die Zitronensäure, Natron und den Großteil des Wassers in eine Flasche (hohes Glas). Aber Vorsicht, es kann im ersten Moment etwas schäumen. Wenn sich das gelegt hat, gebe ich die zerkleinerten Naturbestandteile mit in das Glas.
Mittlerweile ist auch die Seife flüssig geworden, also nichts wie rein damit. Wenn nun alle Zutaten im Glas sind, verschließen. Dann schüttle ich das Ganze gut durch.
TIPP: Anstatt der Seife, kannst du natürlich auch mehrere Blätter klein geschnittenen Efeu oder Kastanien dazu geben. 
Ich stelle die Flüssigkeit 1 Woche bei Zimmertemperatur zur Seite und schüttle es mehrmals am Tag. Nach dieser Woche, seihe ich alle Bestandteile ab und gebe den fertigen Reiniger in eine Sprühflasche. Der Spray ist ein paar Monate haltbar, obwohl ich immer nur kleine Mengen davon mache, dafür immer frisch. Jetzt brauchst du nur noch drauf los putzen, denn der Waldzweckreiniger ist für alle glatten Flächen (Küche, WC, Bad, Tisch, Fensterbrett usw.) geeignet.
Perfekt also für einen Frühjahrsputz geeignet, deine



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Ein sehr spannender Beitrag! Besonders interessant finde ich, dass Flechten keine Parasiten sind, sondern in Symbiose aus Algen und Pilzen leben. Die Idee, ihre natürlichen antibakteriellen und pilzhemmenden Eigenschaften für einen umweltfreundlichen Reiniger zu nutzen, ist kreativ und nachhaltig. Solche natürlichen Alternativen zeigen, wie viel Wissen uns die Natur bieten kann.
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