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  • AutorenbildMikota

Anti Aging Moossalbe selber machen


Hast du schon einmal von einer Moossalbe gehört? Bei Salben denkt man an vieles, aber vermutlich nicht, dass man aus unseren heimischen Moosen auch eine Salbe machen kann. Sie soll eine wahre Allrounderin unter den Salben sein, besonders in der Beauty Welt, soll es derzeit eines der Schönheitsmittel schlecht hin sein.


Ich liebe es ja, mich im Wald aufzuhalten, diese unglaublich tolle Luft einzuatmen und die Stille zu genießen. In einem früheren Leben muss ich wohl ein "Waldschrat" gewesen sein. Aber glaubt mir, auch ich weiß noch nicht so lange um die angeblich tolle Wirkung der Moossalbe. Eine Bekannte hat mich vor kurzem angeschrieben und gemeint, dass sie bei einem Vollmond Ritual eine Moossalbe gemacht haben (diese gehört nämlich unbedingt zu Vollmond gemacht). Glaubt mir, muss aber nicht sein ;).


Unsere Moose


Moose haben eine faszinierende Wirkung auf mich. Sie sind einfach magisch schön und nebenbei auch noch flauschig. Doch was mich besonders beeindruckt ist, dass aus heutiger wissenschaftlicher Sicht, sich Moose aus den Grünalgen heraus entwickelt haben und etwa 400 Millionen Jahre alt sind. Grundsätzlich werden Moose in 3 Sippen eingeteilt. Das sind Hornmoose, Lebermoose und Laubmoose.



Früher hat man Moose auch aktiv genutzt und zwar zum Stopfen von Matratzen, als Wund-kompressen, als Füllmaterial bei Särgen, als Windeln für Säuglinge und sogar als Toilettenpapier. Viele wichtige Eigenschaften von Moosen, machen sie zu guten Bioindikatoren. Über ihre Oberfläche nehmen Wasser und Nährstoffe auf und sind so der direkten Wirkung von Schadstoffen ausgesetzt. Deswegen sind die auch gute Anzeiger bei Luft,- und Wasser-verschmutzung. Das heißt, sie häufen in großer Anzahl Schwermetalle. Deswegen werden leider Moose auch immer weniger und viele Arten stehen heute bereits unter Naturschutz.


Moossalbe


Was aber ist jetzt bei einer Moossalbe so besonders? Moose haben eine antivirale, antibakterielle, pilzhemmende, entzündungshemmende, juckreizlindernde, desinfizierende und feuchtigkeits-spendende Wirkung. Also ein breites Wirkungsspektrum. Wo wird diese Heilsalbe meist eingesetzt?

  • Husten bzw. Atemwegserkrankungen

  • Wundheilung

  • Zerrungen

  • Muskel,- Gelenksschmerzen

  • Insektenstiche

  • trockener, rissiger Haut

  • Akne

  • Neurodermitis

  • Schuppenflechte

  • Juckreiz

  • Anti-Aging

Also viele heilvolle Gründe, um dir so eine Salbe selber zu machen und in deine Hausapotheke zu geben.



Achtung: Mit Moosen sollte man jedoch sehr achtsam umgehen, wie oben schon beschrieben, stehen viele unter Naturschutz, deswegen achte ich im Wald darauf, dass ich nur welches verwende, dass von selbst von einem Baum fällt, oder bei Steinen von einem Wildtier losgetreten wurde!

Salben Rezept


Wie bei vielen Naturkosmetik Rezepten, braucht es nicht viel, um eine tolle Salbe herzustellen. Ein hautpflegendes Pflanzenöl, Bienenwachs und natürlich unser Moos. Im Frühling und Sommer kannst du die Salbe noch mit Gänseblümchen und Löwenzahnblüten verfeinern, doch wenn im Herbst und Winter nichts mehr blüht, reicht auch nur unser Moos.


Zutaten:

  • 2 Handvoll Moos

  • 200 ml Mandelöl (es besitzt ungesättigte Fettsäuren und Vitamine - B & E)

  • 20 g Bienenwachs

Zubereitung:

Das Moos etwas antrocknen lassen, so kann man es leichter von Erdresten befreien. Ich schneide oder zupfe es anschließend klein und gebe es mit dem Mandelöl in ein Feuerfestes Glas oder mit einem Gefäß in ein Wasserbad. Mit dem Mixstab püriere ich das Moos mit dem Öl. Ich lasse es dann im Wasserbad bei ca. 50 - max. 60 Grad etwa 2-3 Stunden ausziehen. Wenn es ausgekühlt ist, lege ich ein Küchentuch darüber und lasse es über Nacht stehen.


Am nächsten Tag erwärme ich das Moosöl wieder, lasse es es noch einmal ca. eine halbe Stunde ziehen, bevor ich es durch einen feinen Filter abseihe. Das aufgefangene Öl stelle ich wieder auf den Herd oder wie ich, in das Salbenöfchen und gebe das Bienenwachs dazu. Ich rühre immer wieder um, damit sich das Öl und Bienenwachs gut vermischen können.


Wenn sich das Bienenwachs aufgelöst hat, rühre ich die Salbe so lange (kalt), bis sie leicht fest wird. In vorbereitete und sterile Gläser wird die Salbe schließlich abgefüllt. Wenn sie ganz erkaltet ist, kannst du die Tiegel dann auch verschließen.



Fazit: Die Salbe ist nicht ganz so lange haltbar wie herkömmliche Kräutersalben, es empfiehlt sich daher, eher kleinere Mengen zu machen und diese kühl und dunkel zu lagern. Länger als ein halbes Jahr würde ich nicht empfehlen, diese aufzubewahren.


Tipp: Vielleicht brauchst du noch ein nachhaltiges und nicht alltägliches Weihnachtsgeschenk. Damit kannst du sicher jemanden eine Freude bereiten. Ich wünsche dir gutes Gelingen, eure


Tanka

4 Comments


Hallo Tanka,


Vielen Dank für Deinen wunderschönen, ausführlichen Beitrag.


Was mich jedoch stutzig macht, Du schreibst weiter oben, dass das Moos Schwermetalle in sich anhäuft.

Und dann als Salbe verwenden?


Liebe Grüße,


Petra

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Hallo,


genau das habe ich mich auch gefragt.


Liebe Grüße

Sandra


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Liebe Tanka ich probiere gerade dein Rezept, stelle schon länger meine

Salben her. Mit Moos hab ich noch nicht experimentiert. klingt gut ich hab meinen

Ansatz fertig. Werde allerdings Rosenwachs nehmen und noch Wirkstofföle dazu geben.


Liebe Grüße ManiG

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Mikota
Mikota
Jan 16, 2023
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Hallo Mani, vielleicht magst mir davon erzählen, wie es geworden ist. Lg Karin


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