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  • AutorenbildMikota

Würzig scharfer Bärlauchsenf


Der Frühling steht vor der Türe und somit ist auch Bärlauchzeit. Je nach Jahreszeit kommen die ersten grünen Spitzen Ende Februar - März heraus. Etwa 2 Monate lang, kann man aus den Vollen schöpfen und sich im wahrsten Sinne Bärenkräfte einverleiben. Viele tolle Rezepte lassen sich mit diesem wunderbaren Bärenkraut kredenzen und auch heute darf ich euch eine großartige Spezialität vorstellen.


Das Rezept ist sehr einfach, doch sollte der Senf mindestens eine Woche rasten, weil er erst nach einer Zeit seine volle Schärfe verliert. Er ist schon recht heftig sonst - es sei denn, man mag es wirklich sehr, sehr scharf. Ich esse ja nicht wirklich viel Senf, weil ich kein Jausentyp bin, doch ein selbstgemachter ist schon ganz was besonderes. Ein so toller Senf wie dieser ist im Übrigen auch ein tolles Geschenk oder Mitbringsel.


Senfkörner


Vielleicht ein ganz kurzer Schwenk zu den Senfkörnern, diese sind nämlich gar nicht uninteressant. Die Samen des Senfs enthalten Inhaltsstoffe wie fettes Öl und auch Schleimstoffe und vor allem Senfölglykoside. Wenn die Zellen der Senfkörner zerstört werden, z.B: beim Zermahlen, dann kommen die Senfölglykoside in Kontakt mit bestimmten Enzymen und werden zu Senföl aufgespalten. Dieses Senföl ist auch verantwortlich für die Heilwirkung der Pflanze.

In erster Linie wirkt das Öl stark hautreizend und damit lokal durchblutungsfördernd. Es konnte jedoch auch eine antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen werden - also eine durchaus sehr spannende Heilpflanze.



Senf Rezept


Zutaten:

  • 75g gelbe Senfkörner

  • 50ml Apfelessig naturtrüb

  • 20-30 ml Weißwein

  • 1 Handvoll frischen Bärlauch

  • 1/2 Tl Salz

  • 3 Tl Bio Honig

Zubereitung:

Den Bärlauch verlesen und mit dem Pürierstab zu einer Paste mixen. Dann die Senfkörner in einem Mörser oder Mixer zu einem Pulver mahlen. In Reformhäuser kann man auch ein Senfmehl kaufen, wenn man keinen guten Mixer zuhause hat. Mir sind frische Senfkörner lieber, weil durch das zermahlen, bzw. mörsern die gesamten Wirkstoffe erst dann herauskommen. Dann einfach alle restlichen Zutaten zugeben und gut mischen oder nochmals mixen, je nachdem ob du es feiner haben möchtest. Du kannst natürlich anstatt des Weißweines auch Wasser verwenden.



Sollte dir Bärlauch zu scharf sein, dann kannst du noch etwas Honig zufügen und später den Senf etwas länger rasten lassen, damit dieser etwas Schärfe verliert. Wenn der Senf soweit fertig ist, dann in saubere Gläser füllen. Er hält im Kühlschrank etwa 3 Monate.

Bärlauchsenf passt wunderbar zu Käse, Fleischgerichten oder zum Würzen von Salaten und Kartoffeln. Er macht sich jedoch als Dip auch ganz gut.


Viel Genuss mit dem Rezept, eure


Tanka



Hier findest du ein großartiges Bärlauch Buch:


1 Comment


Der Senf sieht außergewöhlich lecker aus. Ich habe schon einmal Senf selber gemacht, aber mit Kräutern, das finde ich toll. 🤗

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