Meine gesunde Mascara & Kajal - einfach selbst gemacht
- Mikota
- vor 19 Minuten
- 4 Min. Lesezeit

In konventioneller Mascara & Kajal können, je nach Marke – Inhaltsstoffe stecken, die umstritten oder potenziell gesundheitsschädlich sind. Wichtig natürlich, nicht jeder dieser Produkte enthält alles davon, und in der EU sind viele Stoffe reguliert. Doch trotzdem lohnt sich ein Blick auf die INCI-Liste. Hier die häufig diskutierten Problemstoffe bei Mascara und Kajal:
1. Konservierungsstoffe
Formaldehyd-Abspalter(z. B. DMDM Hydantoin, Imidazolidinyl Urea) können geringe Mengen Formaldehyd freisetzen und damit Verdacht auf Reizungen & Allergien
Parabene (z. B. Butylparaben) stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Einige sind in der EU eingeschränkt oder verboten
2. Erdölbasierte Stoffe
Paraffine / Mineralöle (Paraffinum Liquidum) bilden einen Film auf Haut und Wimpern und können mit Verunreinigungen wie MOAH belastet sein
PEGs (Polyethylenglykole) machen die Haut durchlässiger und können Verunreinigungen enthalten
3. Farbstoffe & Pigmente
Carbon Black (CI 77266) ein schwarzes Pigment, dass je nach Herstellungsverfahren mit problematischen Stoffen verunreinigt sein kann
Ultramarin / Eisenoxide meist unproblematisch, aber die Qualität lässt meist zu wünschen übrig
4. Duftstoffe
Parfum / Fragrance häufiger Allergieauslöser, gerade im Augenbereich oft kritisch
5. Lösungsmittel & Weichmacher
BHT (Butylhydroxytoluol) Antioxidans, steht im Verdacht, hormonell zu wirken
Phthalate, in der EU in Kosmetik weitgehend verboten, können aber in Importprodukten vorkommen
6. Mikroplastik
Nylon-12 und Polyethylene, sehr Umweltproblematisch, können sich im Körper anreichern (Langzeitfolgen noch nicht vollständig erforscht)

Das alles bezieht sich jetzt auf Mascara und Kajal, wobei im Kajal ganz selten Duftstoffe enthalten sind, jedoch dafür noch einige andere bedenkliche Zusatzstoffe.
Öle & Wachse
Paraffin, kann gereizte Augen verschlimmern oder verstopfen
Metalle
Spuren von Blei oder Aluminium in billigen Pigmenten - EU regelt Grenzwerte, aber Import-produkte können belastet sein
Lösungsmittel / Weichmacher
Manche Kajalstifte enthalten BHT oder Phthalate, zum Glück schon selten in modernen Marken, häufiger in günstigen Produkten
Langfristiges Risiko
Kajal wird oft direkt auf der Wasserlinie aufgetragen, daher erhöhtes Risiko für Augenreizungen oder Aufnahme von Schadstoffen
Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Mascara als auch Kajal ähnliche potenzielle Risiken bergen, insbesondere durch Konservierungsstoffe und Pigmente, die langfristig reizend oder allergen wirken können. Kajal weist zusätzlich eine höhere Exposition der Schleimhäute auf, wodurch bestimmte Inhaltsstoffe stärker aufgenommen werden könnten. Wer auf die Gesundheit der Augen achtet, profitiert daher von parabenfreien, metallkontrollierten, parfumfreien Produkten oder selbstgemachten Varianten, bei denen die Inhaltsstoffe klar und unbedenklich sind. Und jetzt zur guten Nachricht - diese beiden kann man mit wenigen Handgriffen und gesunden Zutaten einfach selber machen. Doch noch kurz etwas geschichtliches.
Cleopatra & Kajal
Schon vor über zweitausend Jahren wusste Cleopatra um die Macht der Augen. Die ägyptische Königin setzte auf einen intensiven, dunklen Blick, den sie mit einer Art Kajal, damals aus gemahlenem Galenit, kreierte. Dieses schwarze Pulver, auch Kohl genannt, war nicht nur ein Schönheitsmittel. Es schützte ihre Augen vor der grellen Sonne, hatte antimikrobielle Eigenschaften und galt als Schutz vor dem „bösen Blick“. In der Kultur Ägyptens symbolisierte der geschminkte Blick Macht, Schönheit und göttliche Präsenz. Ähnlich wie Cleopatra tragen noch heute Menschen in Indien, vor allem Frauen, Kajal auf der Wasserlinie. Dort, im Hindi bekannt als „kohl“ oder „kajal“, wird er seit Jahrhunderten nicht nur aus ästhetischen Gründen verwendet, sondern auch als Schutz gegen Sonne, Staub und böse Einflüsse. Auf diese Weise verbindet sich antike Tradition mit zeitloser Schönheit, und der Blick erhält eine fast magische Ausstrahlung, die seit Cleopatra bewundert wird.

Kajal & Hindi
Das Wort „Kajal“ stammt aus dem Hindi, wo es „काजल“ geschrieben wird, und bezeichnet den schwarzen, pulverförmigen Augenstift, der seit Jahrhunderten in Indien verwendet wird. Historischen Quellen zufolge reicht die Tradition des Kajals in Indien mehrere tausend Jahre zurück. Schon im alten Indien nutzten Menschen Kohlpulver, oft aus Ruß oder gemahlenen Mineralien und Ghee, um die Augen zu betonen und gleichzeitig vor Sonne, Staub und Infektionen zu schützen. In Sanskrit, der klassischen Sprache Indiens, tauchen ähnliche Begriffe wie „Kohl“ oder „Anjana“ auf, was zeigt, dass die Praxis tief in der Kultur verwurzelt ist. Kajal hatte neben der praktischen Funktion auch eine ästhetische und spirituelle Bedeutung: Er galt als Schutz vor dem „bösen Blick“ und symbolisierte Schönheit und Reinheit.
Mascara
Im alten Ägypten vor über 4000 Jahren trugen Männer und Frauen Kohl (aus Ruß oder Galenit) auf Wimpern und Augenlider auf, um die Augen zu betonen, vor Sonne zu schützen und Augeninfektionen vorzubeugen. Auch im antiken Mesopotamien, Indien und Persien gab es ähnliche Praktiken. Die erste moderne Mascara, wie wir sie als flüssiges oder cremiges Produkt kennen, entstand jedoch erst im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1834 erfand der Pariser Chemiker Eugène Rimmel eine „Wimpernfarbe“ auf Wachsbasis, die in Tuben verkauft wurde. Dieser gilt als einer der Vorreiter der heutigen Mascara. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Mascara dann weiterentwickelt, etwa durch die Einführung von Tuben mit Bürstchen und wasserfesten Formeln.
Kurz gesagt: Augen-Make-up gibt es seit der Antike, Mascara in moderner Form gibt es seit etwa 180 Jahren.

Deine Rezepte
Kajal
Zutaten:
5-6 Bio Mandeln (Optional Aktivkohle - gibt es bei DM)
Mandel,- Olivenbutter (Optional Kokosöl)
Kerze
Tiegel
Zubereitung:
Ich lasse zuerst die Mandeln im Feuer über einer Kerze völlig verglühen. Dazu nehme ich die Zange vom Räuchern und klemme die Mandel dort ein. Dann vermahle ich die Asche im Mörser zu einem sehr feinen Pulver. Jetzt mische ich ein ganz klein wenig Mandel,- od. Olivenbutter und wenn ihr dieses nicht verträgt, Kokosöl hinzu. So entsteht eine tiefschwarze Paste, ein komplett natürlicher Kajal/Eyeliner! Ich gebe nun die fertige Paste in einen Tiegel, wo dieser etwa ein halbes Jahr hält. Mit einem feinen abgeschrägten Pinsel, trage ich den Kajal nun auf.

Mascara
Zutaten:
1 TL Mandelasche (Optional Aktivkohle)
1/4 TL Bienenwachs (darf sogar etwas weniger sein)
1 EL Oliven,- od. Mandelbutter (Optional Kokosöl)
alter Wimperntusche Tiegel mit Bürste
Zubereitung:
Die Butter und das Bienenwachs in einen kleinen Topf bei geringer Hitze erwärmen und sehr gut verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Jetzt kommt das Kohlepulver dazu, je nach-dem wie du den gewünschten Schwärzegrad haben möchtest. Es wird noch einmal alles gut miteinander verrührt, damit du eine schöne schwarze Paste hast. Jetzt nehme ich eine alte ausgediente Wimperntuscheform und einen dünnen Trichter und leere die leicht zähflüssige Masse hinein. Etwas auskühlen lassen und verschließen und natürlich verwenden. Hält ähnlich wie der Kajal (zumindest bei mir), etwa 4-6 Monate.

Es lohnt sich, Mascara und Kajal in Zukunft selbst herzustellen, weil man so die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe hat, unnötige Chemikalien vermeiden kann und individuelle Vorlieben wie Farbe und Textur selbst bestimmen kann. Zudem ist es nachhaltig, spart Verpackungsmüll und fördert ein bewusstes, kreatives Schönheitsritual, das Spaß macht und die eigene Pflege persönlicher und gesünder gestaltet. Habt viel Freude mit diesem Rezept, eure





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