Pflanzenportrait Mistel


Besonders jetzt um diese Jahreszeit kommt sie zum Vorschein die Mistel. Das liegt unter anderem daran, dass unsere Bäume jetzt kahl werden, weil die Blätter zu Boden fallen und wir aus dem Grund den Halbschmarotzer gut sehen können. Wenn man sie auf den Bäumen erblickt, sieht sie aus wie eine richtige grüne Kugel, die durchaus eine beachtliche Größe von etwa 1 Meter Durchmesser erreichen können.

Von der weißbeerigen Mistel, die man von unseren Bäumen her kennt, gibt es 3 Unterarten. Die Laubholz-, Tannen- und Föhren-Rasse. Was viele nicht wissen ist, dass die Mistel zur Familie der Sandelholzgewächsen gehört.

Mythologie

Bei unseren Vorfahren war sie eine sehr magische Heilpflanze. Für die Druiden war die Mistel heilig, besonders derer, die auf Eichen wuchsen. Von daher kam auch der Name "Eichenpriester". Man erntete diese sogar mit einer goldenen Sichel und sie durfte auf keinen Fall den Boden berühren. Man glaubte, dass sie dann ihre Heilkraft verliert. Aber sie wurde nicht nur wegen ihrer Heilwirkung als Heiligtum verehrt. Sie halt als Zeichen des immerwährenden Lebens und war für Kelten und Germanen ein Fruchtbarkeitssymbol. Die Germanen glaubten, dass die Götter die Mistelsamen in die Bäume streuten, sie also ein Geschenk des Himmels wären.

Bis heute hat sich auch ein Brauch in der Weihnachtszeit gehalten. Dieser stammt aus England. Man hat einen Mistelzweig in der Weihnachtszeit über die Tür gehängt. Wenn sich ein Paar darunter küsst dann heißt es, dass im nächsten Jahr eine Hochzeit ansteht und das das Paar eine sehr glückliche Ehe führen wird. Hier noch ein paar andere mythologische Bedeutungen. Zur Sommersonnwende, bzw. wenn der Mond sechs Tage alt ist, wird die Mistel geschnitten, so erklärt Miraculix. Die Mistel soll Schutz bieten gegen Blitzeinschlag, Krankheit und Missgeschicke jeglicher Art. Die Pflanze kann auch als Glücksbringer auf der Jagd mitgenommen werden. Wenn Frauen sie bei sich tragen ist das empfängnisfördernd.

Heilwirkung

Aus medizinischer Sicht, hat die Mistel in den letzten Jahren eine wahre Renaissance erlebt. Aufgrund ihrer vielen Inhaltsstoffe wie Lektine (Glykoproteine), Viscotoxine (toxische Polypeptide), wasserlösliche Polysaccharide, biogene Amine, Flavonoide, Lignane, Cyclitole, wie Viscumitol und Phenolcarbonsäuren, wird sie heute erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. Man hat sogar eine "Misteltherapie" entwickelt.

Sie wird jedoch auch noch eingesetzt bei: Bluthochdruck, Herzschwäche, Beschleunigter Puls, Arteriosklerose, Ödeme, Fieber, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Magenschwäche, Bauchspeicheldrüsenschwäche, leichte Diabetes, Gallenschwäche, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, chronische Arthrosen, chronisches Rheuma, Gelenkentzündung, Wechseljahrbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterschmerzen, Gebärmutter-blutungen, Gebärmuttergeschwülste, Weißfluss, Epilepsie, Heuschnupfen, Krampfadern, Ekzeme, Geschwüre eitrige Wunden. Die Mistel wird hauptsächlich in Form eines Kaltauszuges als Umschlag oder für Bäder äußerlich angewendet.

Räucherwerk

Die Mistel ist gerade jetzt in dieser Jahreszeit auch ein hervorragendes Kraut zum Räuchern. Man sagt ihr nach, dass sie Negatives in Positives, lichtvolles umwandeln kann. Sie schützt vor Blitzschlag, Krankheit, Unglück, Feuer und Missgeschicken und soll auch wunderbare Träume bewirken. Eine Räucherung wirkt beruhigend auf das Nervensystem, ordnend, reguliert unkoordinierte Zustände, wirkt als eine Art Tarnkappe und nimmt einem den Druck von der Seele.

Ein wahrliches Wunderkraut - ich liebe es,

alles Liebe, eure

Tanka

Mein Buchtipp für euch:


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