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  • AutorenbildMikota

Vogelmiere Brötchen


Wenn die ärgste Hitze vorbei ist und es genügend regnet, dann kommt die Vogelmiere wieder zum Vorschein. Während größerer Hitzeperioden verschwindet sie fast gänzlich. Doch jetzt ist wieder ihre Zeit, richtige Teppiche kann man derzeit finden. Die Vogelmiere ist fast das ganze Jahr über auffindbar, manchmal kann man sie sogar unter einer dünnen Schneedecke finden. Sie ist im Frühjahr eine der ersten, die ich für Smoothie und Co verarbeite.


Die Vogelmiere


Die Vogelmiere ist im Aussehen vielleicht etwas unscheinbar, trotzdem schmeckt sie nicht nur wunderbar nach Mais, sie ist auch eine hervorragende Heilerin. Sie besitzt doppelt so viel Kalzium, dreimal so viel Kalium und Magnesium und siebenmal so viel Eisen wie unser im Garten angepflanzter Kopfsalat. Vogelmiere schmeckt wunderbar als Kräutertopfen, Smoothie, Salat, Spinat oder auch Kräuterbutter.



Doch nicht nur ihr Geschmack ist großartig, sie findet auch in vielen Heilanwendungen einen Platz. Vogelmiere wird schon lange gegen Lungenleiden, Husten oder Hämorrhoiden eingesetzt, aber auch bei der Blutbildung, Rheuma, dem grauem Star, zu hohem Cholesterin und anregend für Verdauung und Stoffwechsel. Diese tolle Heilerin wird jedoch auch bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Ekzemen verwendet. Äußerlich als Salbe, hilft die Vogelmiere bei Juckreiz, Verbrennungen, Wunden, Geschwüren oder entzündeten Augen. Mit der Vogelmiere kann man jedoch auch großartig backen und ich mache für euch heute leckere Brötchen.


Vogelmiere Brötchen


Zutaten für den Teig (ca. 4 Personen):

  • 300 - 400 g Mehl

  • 3 Handvoll Vogelmiere

  • 3 Eigelb (1 Eigelb zum darüber streichen der Brötchen)

  • 3 EL Kümmel gemörsert (etwas Kümmel zum darüber streuen aufsparen)

  • 100 g Butter

  • 1/2 TL Salz

  • 1 Päckchen Backpulver

  • ein Schuss Milch

Zubereitung:

Mehl, Salz und das Backpulver in einer Schüssel miteinander vermengen und die zimmerwarme Butter in Flocken darüber streuen. Kräuter verlesen, gegebenfalls waschen und grob zerkleinern. Über die Kräuter einen Schuss Milch leeren und somit die Vogelmiere pürieren. Die restlichen Zutaten mit der Vogelmieremilch zum Mehlgemisch geben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Wenn nötig noch etwas Mehl oder Milch nachgeben.



Den Backofen auf 200° Grad vorheizen. Aus diesem schönen grünen Teig kleine Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und leicht flach drücken.



Danach mit einem Messer ein Kreuz hinein schneiden (wie bei einer Semmel). Das letzte Eigelb verquirlen und die Brötchen damit einstreichen und mit den letzten gemörserten Kümmel bestreuen. 20 -25 Minuten werden die Brötchen gebacken, wenn nötig, das Backblech drehen.


Die Vogelmiere Brötchen schmecken ganz wunderbar zu unterschiedlichen Aufstrichen, als Beilage in Suppen oder auch ganz einfach mit Butter und Käse. Für den Winter habe ich es schon so gemacht, dass ich die Brötchen nur halb fertig backe und welche davon einfriere. Das klappt wunderbar.


Viel Freude beim Ausprobieren der Brötchen, eure


Tanka


Kräuterkollege Rudi Beiser, hat ein tolles Buch über Kochen mit Wildkräuter geschrieben:





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