Zwirnen


Hast du schon einmal vom Begriff Zwirnen gehört? Ich vorher auch nicht, bis ich erst vor kurzem in einem Workshop gelernt habe, wie man Seile oder Schnüre aus Naturmaterialien selber herstellt. Wie man sieht, kann man heutzutage wirklich sehr viel selber machen. Am besten eignen sich Hanf oder Brennnessel. Ich verwende am liebsten Hanf.

Bei Brennnesselstängel (nur die Stängel – diese ganz unten abschneiden und von unten nach oben von den Blättern befreien, denn so brennen sie nicht).


Wie geht man vor?


Du schlägst mit einem Stecken oder einem Stein die Faser vom Stängel. Sie lösen sich sehr leicht. Man kann sie ganz einfach runterziehen und auf einen Bund zusammen legen. Die einzelnen Fasern legst du zu Strängen zusammen und verknotest sie oben, oder legst einen schweren Stein darüber.

Du teilst nun die Stränge in 2 gleich große Stücke. Jetzt fängst du an im Uhrzeigersinn, beide Stränge in die gleiche Richtung zu drehen. Die somit beiden „verzwirnten“ Stränge legst du anschließend gegen den Uhrzeigersinn zusammen damit eine Art Kordel entsteht. Das kannst du jetzt so lange machen, bis du die gewünschte Länge des Seils erreicht hast. Es genügen schon wenige Fasern und du bekommst eine stabile und sehr reißfeste Schnur.


Diese Art und Weise Schnüre zu drehen haben den Vorteil, dass sie nicht mehr auseinander gehen. Wenn man eine gewöhnliche Kordel dreht, ohne diese Technik, dann kannst du dich sicher daran erinnern, dass diese sehr leicht wieder auseinander fallen.

Und schon hast du ein fertiges Seil oder Schnur für alle möglichen Dinge. Hält im übrigen bombenfest!

Wenn du eine Schnur nicht selber machen möchtest, dann kauf dir zumindest welche, die aus Naturfasern hergestellt wurden.

Siehe hier:


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