Auferstehung



Am Ostersonntag wird bei den Christen die Auferstehung gefeiert. Doch was bedeutet das genau? Ist es überhaupt eine rein christliche Symbolik diese zu feiern? Oder finden wir diese nicht automatisch im Kreislauf unserer Natur?

In der Natur ist das ganze Jahr ein Kommen und Gehen, ein Werden und Vergehen. Im Herbst stirbt die Natur um im Frühjahr zu Ostara wiedergeboren zu werden. So ist es möglicherweise auch in einigen Religionen gemeint. Im neuen Testament wird gerne über die Wiedergeburt, die Auferstehung Christis gesprochen. Diese ist wohl die zentralste Botschaft und der wichtigste Feiertag im Leben der Christen.

Was kann Auferstehung für mich persönlich heißen?

Ich kann immer wieder aufstehen, wenn ich falle. Ich kann weitermachen, auch wenn ich mich völlig verzettelt habe. Ich kann aufstehen um für andere da zu sein.

"Jemand hat mal zu mir gesagt, Leben ist DA-SEIN.

Im Leben also "DA", bin ich gebunden an meinen Körper und dem Ort wo ich lebe. Und für das Leben ist es wichtig, dass ich mit meinem Geist auch anwesend bin, sonst lebe ich an meinem Gegenüber vorbei. Tod ist für mich nur "SEIN". Ich bin nicht mehr gebunden an meinen Körper, auch nicht mehr an einen Ort, aber ich bin aufgehoben, ob ich lebe oder tot bin, in einer Ordnung, die sinnspendend ist. Für mich ist Auferstehung pures "Sein", Leben in einer übergeordneten Dimension."

Und das ist sicher nicht eine rein christliche Ansicht und Lebenseinstellung. Dazu muss ich nicht an die Auferstehung Christis glauben.

In unserem heutigen zivilisierten und strukturierten Denken ist es fast eine Unmöglichkeit geworden an eine Art Auferstehung oder Wiedergeburt zu glauben. Der Mensch heute, trennt fast fein säuberlich seine „religiösen Überzeugungen“ von seinen rationalen. Zu groß scheint die Kluft der beiden Denk- und Gefühlswelten zu sein. Es sprengt unsere Vorstellungskraft, dass es etwas derartiges geben könnte. So etwas müsste einem Wunder gleich kommen - eine Auferstehung.

In einem weiteren Sinn bedeutet Auferstehung ja auch, dass etwas das schon mal da war und verschwunden oder unsichtbar geworden ist, wieder sichtbar, wieder manifest wird. So ist auch ein neuer Morgen die Auferstehung des Tages.

Ich denke, dass wir Menschen vom dogmatischen Glauben oder dem Denken daran endlich weggehen müssen, das mit der Auferstehung die leibliche Ebene gemeint ist, sondern im übertragenem Sinne. Die Auferstehung der Natur, der Fülle, der Fruchtbarkeit, des Lichts (Sonne), des Lebens im Allgemeinen, nach einem langen und harten Winter. Das Leben hat uns endlich wieder.

In diesem Sinne, zu meinen "Gedanken zum Tag" - ein fröhliches Osterfest euch und euren Lieben zu Hause.

Mein Buchtipp für euch:













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Ostara


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